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Alexander Brener & Barbara Schurz

Fuck Off and Die Alone

  KNOLL GALERIE
 02.04. - 30.05.2020

 

 


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Knoll Galerie Wien freut sich in der kommenden Ausstellung Illustrationen des Künstlerduos Brener & Schurz zeigen zu dürfen, welches sich aus der Kooperation des russischen Performance-Künstlers Alexander Brener und seiner österreichischen Partnerin Barbara Schurz zusammensetzt. Seit den späten 90er Jahren setzten sie sich gemeinsam, im Zuge ihrer Performances und den Buchproduktionen, kritisch mit dem Kunstmarkt und der Gesellschaft auseinander. Zeitgleich entstehen über die Jahre hinweg viele literarische, illustrierte Publikationen und Zeichnungen.

Das Künstlerteam sorgte, wo immer es im Laufe der Jahre auftauchte, für Skandale und Aufregung. Vor allem ihre Zeichnungen bringen, durch sexuelle Anzüglichkeit und das comic-hafte, ja fast schon kindliche Aussehen, den Betrachter dazu, aus seiner Komfortzone herauszutreten und zwingen ihn, sich mit sensiblen Themen auseinanderzusetzen. Ihre Zeichnungen stehen u.a. in der Tradition des russischen Lubok - diese Lubki sind volkstümliche Druckgrafiken welche im 17. bis ins 20. Jahrhundert in Russland polarisierten. Sie wurden meist von anonymen Künstlern gemacht/koloriert und sollten einerseits als Unterhaltung, andererseits auch als Belehrung oder Kritik dienen. Ihre Ähnlichkeit mit den Illustrationen und Zeichnungen Brener & Schurzs manifestiert sich vor allem in den märchenhaften, grotesken Bildmotiven.

Die Ausstellung “Fuck Off and Die Alone” wird die gesamten Originale des gleichnamigen Buches zeigen. Im Zuge der Einleitung behaupten die Künstler den Text und die dazugehörigen Illustrationen auf einer Parkbank gefunden zu haben und den Autor bzw. die Autorin nicht zu kennen. Der Text selbst hat keine einheitliche Handlung und ist ein Puzzle aus mehreren Zitaten anderer Verfasser. Wir begegnen beispielsweise Samuel Beckett, Wallace Stevens und noch vielen anderen Autoren und nehmen so an ihren Überlegungen zu und Auseinandersetzungen mit verschiedensten Themen teil: sexuelle Begierde, unterschiedliche Formen Liebe zu zeigen bzw. zu erfahren und der Konflikt zwischen Selbstverwirklichung und dem Gemeinschaftseben sind nur einige davon.
Die Tusche-Illustrationen verbildlichen dabei nicht den Text, sondern sind lediglich indirekt mit diesem verknüpft.

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Abb. Alexander Brener & Barbara Schurz, Fuck off and die alone, Tusche auf Papier, 18 x 26 cm, Courtesy Knoll Galerie Wien und Budapest