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Claus Prokop

… oder Die Liebe zur Geometrie


Schloss Ebenau
 06.09. - 30.10.2026

 

Eröffnung: Sonntag, 6. September 2026, 11 Uhr
Einführende Worte: Antonio Rosa de Pauli Kurator und Künstlerischer Leiter des Museum Angerlehner

 



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Claus Prokop, Pavillon, Stahlrohre, Rohrverbinder, verzinkt, Baustellennetze teilweise mit Handdruck, 2026

Die Galerie Walker widmet dem aus Kärnten stammenden Künstler Claus Prokop mit der Ausstellung „… oder Die Liebe zur Geometrie“ in diesem Herbst eine umfassende Werkschau in ihrem Schloss Ebenau. Seine charakteristischen groß- und kleinformatigen malerischen Arbeiten auf Aluminium- und Holzgrund treten dabei mit installativen Werken sowie mit einer großformatigen Skulptur im Schlossgarten* in Beziehung.

Der Ausstellungstitel nimmt Bezug auf Max Frischs Theaterstück „Don Juan oder Die Liebe zur Geometrie“. So wie Frisch sich weniger für den Mythos als für das kulturelle Bild des Don Juan interessierte, richtet auch Prokop den Blick nicht auf die Geometrie als mathematisches Ordnungssystem, sondern auf die Vorstellungen, die mit ihr verbunden werden. Seine Arbeiten verbinden digitale Konstruktion mit manueller Ausführung und zeigen, dass hinter geometrischen Formen weit mehr liegen kann als Ordnung und Präzision.

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Claus Prokop, Acryl, AcrylMetallschutzlack, Aluminium, 2026

Claus Prokops Werke zeigen in ihrer formalen Nüchternheit, dass geometrische Formen weit über ihre scheinbare Klarheit hinaus unterschiedliche Bedeutungsebenen tragen können, von kunsthistorischen Quellen über wissenschaftliche und technologische Vorstellungen bis hin zu Motiven aus Raumfahrt und Science-Fiction. Diese Ebenen legt der Künstler jedoch nicht abschließend fest. So wie die Ellipsen am Beginn des Ausstellungstitels jede Eindeutigkeit verweigern, entzieht sich auch die von Prokop verwendete Geometrie einer eindeutigen Lesart. Sie markiert vielmehr den Ausgangspunkt einer Auseinandersetzung mit den Bildern, Vorstellungen und Ordnungen, die wir in geometrischen Formen zu erkennen glauben.
*im Garten steht ein Pavillon von Claus Prokop, der ursprünglich für „Forever is Now“, ein Ausstellungsprojekt von Art d’Egypte vor den Pyramiden von Gizeh, entwickelt wurde. Der Projektvorschlag kam jedoch leider nicht zur Umsetzung. Die Skulptur nimmt Bezug auf zwei Kunstwerke aus dem Alten Ägypten, dem tragbaren Pavillon der Königin Hetepheres I, der Mutter des Cheops, sowie ein Perlennetz. Die Szenerie reflektiert Fragen nach den Hinterlassenschaften einer Zivilisation und verweist darauf, dass unsere Gegenwart nur eine Episode in der Zeit darstellt, die Vergangenheit der Zukunft.

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Claus Prokop & Carolin Walker