
Über dem Horizont / above the horizon erkundet jene feine Schwelle, an der physische Form auf umfassendere Perspektiven trifft – auf den greifbaren, wie den immateriellen Raum, der uns umgibt. Unter diesem Blickwinkel wird Schmuck zu einem verbindenden Element, zu einer Brücke zwischen der Schwere des Körpers und einem größeren, flüchtigen Raum.

Die Künstlerin tritt in einen Dialog mit den Elementen und lässt den Materialien Raum, ihre eigene Kraft jenseits menschlicher Kontrolle zu ent-falten. Die präsentierten Objekte stellen die Eigenschaften von Metall den haptischen Qualitäten von Holz, Bürstenborste und Wachskreide gegenüber.

Mária Roskó studierte Schmuck- und Metalldesign in Japan, Deutschland sowie Ungarn und stellt ihre Arbeiten international aus. Ihre Inspiration schöpft sie aus weltweiten Reisen sowie der Beobachtung von Natur und kulturellen Phänomenen, die soziale und kulturelle Bezüge in sich tragen.

Über dem Horizont / above the horizon lädt die Betrachtenden dazu ein, den Blick nach oben zu richten und Zeuge eines stillen Dialogs zu werden: Materie erhebt sich über ihre Grenzen hinaus, um die Konturen des Körpers neu zu definieren und unsere Wahrnehmung von Körper und Umwelt zu verändern.
Die in der Ausstellung präsentierten, für die Künstlerin typischen skulpturalen Ringe erinnern an imaginäre Landschaften. Die geschwungenen Formen lassen Assoziationen zur menschlichen Gestalt aufkommen und laden dazu ein, sie haptisch zu erkunden.
Pictures: Mária Roskó, Gestenschmuck, Konische Kreise, Babel Armband, Tierobjekte, Vulkanringe, Handobjekte / Fotos: Lara Hauser, Levente Borsos |