
In der Ausstellung „Dancing Bananas“ zeigt Ina Loitzl eigens dafür erstellte Zeichnungen in Form von humorvollen Bananen - Cartoons, variantenreiche Bananenlederbroschen, die leicht und anschmiegsam sind. Ohrringe in leuchtendem Acrylgelb und Drucke aus ihrem Atelier sowie gehäkelten Bananen in Boxen mit koketten Zitaten wie etwa: "Pay the artist now!! vervollständigen das Schaufensterarrangement: In diesem Sinne, kommen sie vorbei und nehmen sie sich einfach eine Banane mit. Wir freuen uns!

Ina Loitzl verwendet seit Jahren eine traditionsreiche Praxis: die CUTOUT-Technik als grafische Intervention. Bereits Henri Matisse nutzte die Scherenschnitttechnik als Mittel der Vereinfachung und Verdichtung, doch Ina Loitzl verwendet sie nicht ornamental, sondern als politische Setzung. Die spiralartigen Formen, die im Verlauf von Performances entstehen, markieren Prozesse der Wiederholung, der Eskalation, der strukturellen Verdichtung. Die Schnittbewegung wird performativ: Sie ist nicht bloß gestalterischer Akt, sondern ein körperlicher Eingriff in die Oberfläche des Raumes – eine Handlung, die gleichzeitig formbildend und symbolisch aufgeladen ist (Berger 2009). |