
Foto © Sabine Marte
eine raumgreifende Zeichnungsinstallation mit algoritmischer Soundinstruktur von Oliver Stotz
Die Zeichnungen hängen. An metallenen Stäben. Übereinander. Untereinander. Dicht aneinander. Durcheinander. Mit Löchern, Luken. Schnitten. Zum Durchblicken und Verbinden der einzelnen Fragmente. Immer neue Gemenge und Perspektiven ergeben sich dabei. Nur die gemalten Köpfe (Selfies) an der langen Seitenwand sind fix. Und riesengroß. Zu groß als Gegenüber. Zu nah. Zu grotesk. Zu verdeckt.
Die Wortsplitter passieren. Es grunzt. Es atmet. Es gnarlt murmelt. Zufällig. Im Dialog. Aneinander vorbei. Oder Alles plötzlich gleichzeitig. Eine Welt aus Löchern, Schnitten, Fragmenten, gespickt mit Soundsplittern. Und das Licht? Das scheint, wenn das Wetter gut ist, verlässlich von aussen herein. In die Galerie. Und lässt die leicht wehenden Körpercollagen langsam aber permanent anders erscheinen. Unaufhörlich transformierend.
Sabine Marte, April 2026 |