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On women

 GALERIE GUGGING
 01.10. - 06.11.2026


Vernissage am Mittwoch, 30. Sptember 2026, 19:00 Uhr



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Laila BACHTIAR, Winnie, 2019, Bleistift, Farbstifte, 14,8 x 10,4 cm, courtesy galerie gugging

Die Herbstausstellung der galerie gugging präsentiert künstlerische Positionen aus Gugging, der Art Brut und der zeitgenössischen Kunst, die sich auf unterschiedliche Weise mit Weiblichkeit und Identität auseinandersetzen. Im Dialog der Werke eröffnen sich vielfältige Perspektiven auf das Frausein und seine Darstellung in der Kunst. Zu sehen sind Arbeiten von Ida Buchmann, Verena Bretschneider, Misleidys Castillo Pedroso, Margot, Christa Wiener und vielen weiteren Künstlerinnen. Außedem gezeigt werden Werke der Gugginger Künstlerin Laila Bachtiar sowie Raritäten aus der Gugginger Anfangszeit von Emma Brosch bis Karoline Rosskopf.

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Lia Lydia Silvia, Pippi Longstocking I, 2026, Mischtechnik auf Papier, 42 x 59,4 cm, ©Lia Lydia Silvia, courtesy galerie gugging

Mit der Herbstausstellung on women, kuratiert von Timna Tichy, widmet sich die galerie gugging einem Thema, das Künstlerinnen und Künstler seit Jahrhunderten begleitet und bis heute nichts von seiner Aktualität verloren hat: der Darstellung von Weiblichkeit. Ausgangspunkt der Ausstellung ist die Beobachtung, dass Künstlerinnen in der Kunstgeschichte – und lange Zeit auch in Gugging – deutlich weniger sichtbar waren und vielfach erst spät Anerkennung fanden. on women knüpft an diese historische Entwicklung an, ohne sie in den Mittelpunkt zu stellen. Vielmehr richtet sie den Blick auf die unterschiedlichen künstlerischen Zugänge und zeigt, wie vielfältig Vorstellungen von Weiblichkeit heute interpretiert werden können – zwischen persönlicher Erfahrung, gesellschaftlichen Rollenbildern und individueller Bildsprache. Dazu sagt Kuratorin Timna Tichy: „In der Ausstellung möchte ich Frauen und ihre Beschäftigung mit Weiblichkeit ins Zentrum rücken. Positionen aus Gugging, der Art Brut und dem zeitgenössischen Kunstgeschehen treten in einen Dialog zu Weiblichkeit und dem Thema Frau. Die Arbeiten brechen Zuschreibungen auf, zeigen die Nach- und Auswirkungen von Rollenbildern und verhandeln Geschlechtsidentitäten.

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Ida BUCHMANN, Höz, o.j., Acryl, Permanentmarker, Wachskreiden auf Leinwand, 160 x 137,1 cm, © Erbengemeinschaft Ida Buchmann, courtesy galerie gugging

Unterschiedliche Positionen – gemeinsame Perspektiven

Die Ausstellung vereint Künstlerinnen unterschiedlicher Generationen, Herkunft und künstlerischer Handschriften, deren Arbeiten vielfältige Zugänge zum Thema Weiblichkeit eröffnen. Im Zentrum von on women stehen Werke der Gugginger Künstlerin Laila Bachtiar, deren dichte, detailreiche Papierzeichnungen Frauen aus ihrem persönlichen Umfeld porträtieren und intime Einblicke in zwischenmenschliche Beziehungen eröffnen. Auch Arbeiten von Lia Lydia Silvia, die wie Bachtiar im atelier gugging arbeitet, sind Teil der Ausstellung. Sie nähert sich dem Thema Weiblichkeit auf abstrakte Weise und übersetzt innere Empfindungen in eine eigenständige visuelle Sprache.

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Maria Magdolna BALASSA, Csak csendben szeretjük egymást. / Wir lieben uns nur still., 2009, Tusche, Farbstifte, 42,8 x 30,2 cm, courtesy galerie gugging

Mit der Schweizer Art-Brut-Künstlerin Ida Buchmann präsentiert die Herbstausstellung in der galerie gugging zudem eine der bedeutendsten weiblichen Positionen der internationalen Art Brut. Ihre markanten Figuren verbinden Bild und Schrift auf ihre eigene, unverwechselbare Weise und setzen sich mit Rollenbildern, Familie und Alltagsbeobachtungen auseinander. Buchmanns Arbeiten entstanden mit Acrylfarbe, Edding, Ölkreide und Tusche in beeindruckender Geschwindigkeit. Sprache spielt auch eine zentrale Rolle in den feingliedrigen Arbeiten der ungarischen Künstlerin Maria Magdolna Balassa, deren mit Farbstiften sanft kolorierten Zeichnungen häufig von sehr persönlichen Gedichten und Texten begleitet werden. Die kubanische Künstlerin Misleidys Castillo Pedroso entwirft kraftvolle Frauenfiguren in farbintensiven Gouache-Arbeiten, die zwischen Mythologie, Mutterschaft und Gegenwart angesiedelt sind. Ihre leuchtenden Farben und selbstbewussten Bildwelten treffen auf die imposanten, großformatigen Assemblagen der deutschen Künstlerin Verena Bretschneider, die Alltagsgegenstände zu neuen, skulpturalen Erzählungen verbindet und so Fragen nach Identität und gesellschaftlichen Zuschreibungen aufwirft.

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Verena BRETSCHNEIDER, Närrin 2023, Materialbild (Öl und Acryl auf PU-Schaum, Pappmaché und Lwd., Stoff, Federn, Plastikblumen, Schleifscheiben, Glitzersteine, Grubber, Rohrbogen, Plastikhandschuhe, Styropor, 160 x 175 x 40 cm, ©Verena Bretschneider, courtesy galerie gugging

Die französische Künstlerin Margot ergänzt historische Schwarz-Weiß-Fotografien mit ornamentalen Überzeichnungen und eröffnet dadurch neue Blickwinkel auf Erinnerung, Identität und Wahrnehmung. Sie kombiniert unterschiedliche Zeichentechniken und bevorzugt großformatige Arbeiten. Die poetischen Naturdarstellungen von Christa Wiener entstehen mit Bleistift und mehreren Schichten aus Farbstiften. Sie greifen organische Formen auf und erweitern die Ausstellung um eine ruhige, kontemplative Ebene. Historische Papierarbeiten von Emma Brosch und Karoline Rosskopf erinnern daran, dass Künstlerinnen in Gugging lange Zeit nur vereinzelt sichtbar waren. Ergänzt wird dieser Blick durch weitere Positionen aus der frühen Gugginger Zeit, die heute nur selten öffentlich zu sehen sind und heute als absolute Raritäten gelten. Ihre Einbeziehung rückt einen Teil jener künstlerischen Vielfalt ins Blickfeld, der lange Zeit kaum Beachtung fand. Im Austausch mit den zeitgenössischen Positionen werden Entwicklungen ebenso sichtbar wie wiederkehrende Themen und Motive.

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MARGOT, Catherine, o.J., Mischtechnik auf Papier, 80 x 60 cm, courtesy galerie gugging

Zum Ausstellungskonzept gehört auch die Zusammenarbeit mit dem sozialen Kreativlabor Werd:ART in Wien. Arbeiten von Patricia Musch, Iris Ewald, Elisabeth Mraz und Suzane Dixon erweitern den Blick auf zeitgenössische Positionen außerhalb klassischer Kunstinstitutionen. Malerei, Zeichnung, Skulptur und Textilkunst ergänzen die Präsentation um individuelle Handschriften und eröffnen weitere Perspektiven auf Identität, Körper und Selbstverständnis.

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Karoline ROSSKOPF, Mensch, 1966, Bleistift, 14,8 x 10,5 cm, ©Privatstiftung -Künstler aus Gugging

on women bringt unterschiedliche Generationen, kulturelle Hintergründe und künstlerische Ausdrucksformen zusammen und lädt dazu ein, über Weiblichkeit, Identität und gesellschaftliche Rollenbilder neu nachzudenken.

Wir laden Sie herzlich zur Vernissage am Mittwoch, den 30. September 2026, um 19 Uhr in die galerie gugging ein. Wir freuen uns darauf, Sie gemeinsam mit zahlreichen an der Ausstellung beteiligten Künstlerinnen zur Eröffnung begrüßen zu dürfen.

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Christa WIENER, ohne Titel, 2022, Bleistift, Farbstifte, 42 x 29,7 cm, courtesy galerie gugging