
Constantin Luser, W 5, 2026, Messing gelötet, schwarz matt, 54 x 52 x 48 cm
CONSTANTIN LUSER
1976 * Graz
1995-1999 Industriedesign, FH Joanneum, Graz
1999-2001 Konzeptuelle Kunst bei Renee Green,
Akademie der bildenden Künste Wien
1999-2004 Visuelle Medien bei Brigitte Kowanz,
Universität für angewandte Kunst Wien
In dieser Ausstellung wendet sich der Künstler der Zeichnung zu, die für ihn das ursprünglichste Medium der Kunst verkörpert. Mit einer präzisen Linienführung stellt Constantin Luser aus seinen Skizzenbüchern entnommene Bildwelten dar. Die teils bizarren und fantastischen Objekte, Formen und Figuren vernetzt und integriert er in einem komplexen Liniengefüge.
Mit seinen sogenannten Raumzeichungen, Skulpturen aus Messingdraht, übersetzt Luser das zeichnerische Element in die dritte Dimension. Die Schatten der frei im Raum schwebenden Skulpturen werfen wiederum die Zeichnung zurück auf die Wandfläche.
Lusers unverwechselbare Skulpturen sind Musikinstrumente, die er verformt, neu zusammensetzt oder erweitert, um seine zeichnerische Welt in einen akustischen Denkraum zu übersetzen.

Constantin Luser, Gamblin, 2020, Fineliner auf Hanfpapier, 70 x 100 cm (Detail)

Otto Zitko, Ohne Titel, 2003-24, Acryl, Ölstift auf Aluminium, 198 x 216 cm
OTTO ZITKO
1959 geboren in Linz
1977–1982 Universität für angewandte Kunst Wien
1996 Msgr.-Otto-Mauer-Preis
2004 Preis der Stadt Wien für bildende Kunst
2017 Kulturpreis für bildende Kunst des Landes Oberösterreich
„Ich habe irgendwann Ende der 1980er Jahre begonnen, eine Linie zu malen und nie damit aufgehört.“
Diese Linie malt Zitko auf Leinwände, Aludibond-Tafeln, Wände, Decken. Er lässt ihr intuitiv freien Lauf, je nachdem, wie er sich fühlt und was er gerade verspürt. Seine raumgreifenden Zeichnungen überträgt Zitko auch auf seine Tafelbilder auf denen die Liniengeflechte nie enden wollen, sondern immer über den Rand hinausgehen.
Die Kunstkritikerin Jan Avgikos sieht darin den Ausdruck einer Rebellion gegen die Zwänge bildlicher Wahrnehmungs-Paradigmen: „Wir sind Zeug:innen dessen, was vielleicht als spektakuläre Folgen einer Flucht gelten könnte – der Flucht aus den Grenzen, die der Körper auferlegt, der Ausbruch aus Tafelbild und Rahmen, aus dem zweidimensionalen Ausstellungssetting.“

Otto Zitko, Ohne Titel (2380), 2021, Acryl auf Papier, 100 x 70 cm, Blattgröße, gerahmt 112,7 x 82,6 cm
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