
Alois Mosbacher, Heissel, 2024, Öl auf Leinwand, 100 x 80 cm
ALOIS MOSBACHER
1954 * in Strallegg
1973 - 1978 Akademie der bildenden Künste, Wien
Pflanzenteile, ein Paar alte Handschuhe, ein Kaktus. Die Elemente, mit denen Alois Mosbacher seit Jahren seine Bilder komponiert, sind alltäglich und wirken wie Treibgut am Ufer unserer Zivilisation. Mosbacher zurrt seine Artefakte zu symmetrischen Objekten zusammen und positioniert sie zentral auf den Leinwänden.
Und auf einmal sind es lauter Gesichter, die hier aus den Bildern schauen. Die Betrachterin schließt Augenkontakt mit Tonscherben, Spinnentorsos und Mohnblüten – steht sie vor einem Spiegel und erkennt sich selbst? Oder sind es tatsächlich neue Wesen, die Mosbacher schafft? Die Bilder pulsieren in ständiger Transformation, kein Prozess ist je abgeschlossen, kein Fragment scheint lange auf seinem Platz zu verweilen. Alois Mosbachers Bilder werden zu Momentaufnahmen der flatterhaften Identität des Menschen.

Karen Holländer, Am Fenster I, 2025, Öl auf Leinwand, 90 x 60 cm
KAREN HOLLÄNDER
1964 * in Tübingen, Deutschland
lebt und arbeitet in Wien
1983/84 Studienaufenthalt in Paris, Académie Peninghen
1984-89 Studium der Malerei an der Akademie der bildenden Künste, Wien, Diplom
Karen Holländer findet ihre Bildmotive überall, aber hauptsächlich in der Stadt, wo sie zuhause ist. „Sie ist eine sehr sensible Beobachterin ihrer Umwelt, der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und der Zwischentöne des alltäglichen Lebens. Gekonnt transferiert sie ihre eigenen Emotionen und Wahrnehmungen in eine allgemeine Aussage. In ihrer einprägsamen, reduzierten Bildkomposition verzichtet sie auf erzählerische Ausschweifungen. (Zitat: Silvie Aigner, Parnass 04/2024)
Karen Holländer: „Mein Fokus liegt unter anderem auf der Darstellung von Alltagsobjekten, die auch als Metaphern für bestimmte Umstände oder Befindlichkeiten des menschlichen Daseins angesehen werden können.“ |