Ausstellungsliste nach Galerien

Anna Jermolaewa - Sarah Rinderer

GALERIE 422
 19.10. - 23.11.2024

 

Eröffnung: Samstag, 19. Oktober 2024, 11 Uhr



19.10.2024 – 11.15 Uhr

Performance Sarah Rinderer, Galerie 422
(mit Emil Theodor Felhofer, Christine Pichler, Aaron Jost Sternbauer und Crystal Wall)

19.10.2024 – 11.45 Uhr

Artist Talk Anna Jermolaewa und Sarah Rinderer, Kamelitinnen-Kloster
Gabriele Spindler (Kuratorin für zeitgenössische Kunst in der OÖ Landes-Kultur GmbH und Kuratorin des Österreich-Pavillons der Biennale Venedig 2024)
Dr. Elisabeth Schweeger (künstlerische Geschäftsführerin der Kulturhauptstadt Europas Bad Ischl-Salzkammergut 2024)
Margund Lössl und Marlene Poeckh (Galerie 422)
Moderation: Simone Barlian (Leitung Bildende Kunst der Kulturhauptstadt Europas Bad Ischl-Salzkammergut 2024)

bild

Von Samstag, den 19. Oktober 2024, bis einschließlich Samstag, den 23. November 2024, präsentiert die Galerie 422 Werke von Anna Jermolaewa, der Vertreterin Österreichs bei der diesjährigen Biennale in Venedig.
In Kooperation mit Salzkammergut 2024 ist es gelungen, eine Brücke zwischen der Galerie 422 und dem gegenüberliegenden ehemaligen Kloster der Kamelitinnen zu schlagen. Das viele Jahre im Dornröschenschlaf befindliche Juwel des Klosters, der Klostergarten, wurde im Rahmen von Salzkammergut 2024 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und ist auch Dialograum für diese Schau. Passend dazu haben die beiden Künstlerinnen Anna Jermolaewa und Sarah Rinderer die Tandemausstellung unter dem Titel „Wechselnde Sicht“ gestellt. So wird beispielsweise Sarah Rinderer mit ihrem gleichnamigen Fahnen-Werkzyklus „Wechselnde Sicht“ subtile Botschaften übermitteln, die die Besucher:innen zu einer Auseinandersetzung mit den räumlichen Gegebenheiten der Galerie 422 sowie dem Klostergarten einladen.

Ebenfalls sind Anna Jermolaewas Arbeiten, die politische Machtstrukturen und Ideologien thematisieren, an beiden Spielorten zu sehen sein. Mithilfe der Kunst erhebt die Künstlerin ihre Stimme gegen gesellschaftliche und soziale Ungerechtigkeit. So zeigt auch ihr diesjähriger Beitrag für den österreichischen Pavillon in Venedig politisch-konzeptionelle Werke, die verschiedene Formen des zivilen und friedlichen Protests versinnbildlichen. Die mehrteilige Fotoarbeit, die den Weg von Telefonzellen dokumentiert, die vom österreichischen Erstaufnahmezentrum Traiskirchen bis zum österreichischen Pavillon auf Schiffen transportiert wurden, wird ebenfalls in der Galerie 422 zu sehen sein.

Währenddessen konzentriert sich Sarah Rinderers künstlerische Praxis in der Ausstellung auf eine Auseinandersetzung mit Zeichen, ihren Eigenheiten, Unterschieden und ihrer semantischen Bedeutung für unser Verständnis. Indem sie Interpunktionszeichen aus ihrem konventionellen Kontext herauslöst und sie frei auf dem Blatt arrangiert, schafft sie Sprachbilder, die ihre ursprüngliche Funktion hinterfragen und transformieren. Damit erweitert sie die semiotischen Möglichkeiten durch lockere und dichte Kompositionen, indem sie die Zeichen in einen formalen Dialog auf dem Blatt setzt. In der Eröffnungsperformance erfährt diese visuelle Praxis eine akustische Erweiterung, wenn vier Sänger:innen ihre grafische Komposition in einen sprachlichen Klangraum überführen.