Matthias Lautner als auch Patrick Roman Scherer setzen im vorherrschenden Pluralismus des gegenwärtigen Kunstbetriebs bewusst auf Malerei (Lautner) und Zeichnung (Scherer). Zwei klassische Medien, die seit jeher mit der Kunst untrennbar verbunden sind.
Sowohl Matthias Lautner als auch Patrick Roman Scherer verhandeln darin gegenwärtige Inhalte auf ihre jeweils spezifische Art und Weise, sodass ein Neuorientieren, Neubewerten manifest wird.

Matthias Lautner, Die Party, 2018, Öl Acryl auf Leinwand, 190 x 130 cm
Matthias Lautner
1981 |
Geboren in Wien |
2001 - 2006 |
Studium an der Akademie der bildenden Künste Wien, kontextuelle Malerei (Muntean/Rosenblum, Krystufek)
Lebt und arbeitet in Wien.
Präsentation seiner Arbeiten bei zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen, wie beispielsweise 2014 in „Die Zukunft der Malerei“ im Essl Museum oder gegenwärtig in „Sehnsuchtsräume“ in der Landesgalerie Niederösterreich. |
Matthias Lautner zählt zu einer Generation zeitgenössischer Maler, deren Arbeiten zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion oszilliert.
Sinnliche Wahrnehmung, präzise Kompositionen und abstrakte Farbflächen scheinen symptomatisch. Die Komposition bedient sich verschiedener Ebenen, die teilweise symbiotisch als auch antithetisch zueinanderstehen. Die Ausstellung legt den Fokus auf Lautners Werke, die in geheimnisumwobene Landschaftsszenerien eintauchen lassen. Im ersten Augenblick werden diverse kunstgeschichtliche Bezüge wachgerufen, bei intensiverer Auseinandersetzung wird das jeweils Spezifische des künstlerischen Ansatzes luzid.

Patrick Roman Scherer, o.T. 2019 Bleistift auf Papier, 150 x 100 cm
Patrick Roman Scherer
1988 |
Geboren in Kufstein |
2010 - 2011 |
Studium der Kunstgeschichte, Universität Wien |
2011 - 2017 |
Studium an der Akademie der bildenden Künste Wien, Grafik und druckgrafische Techniken bei Gunter Damisch und Veronika Dirnhofer |
2015 |
Koschatzky Anerkennungspreis /Ö1 Talentebörse |
2016 |
Fügerpreis
Lebt und arbeitet in Wien.
Präsentation seiner Arbeiten bei zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen, wie beispielsweise 2014 in „Die Zukunft der Malerei“ im Essl Museum oder 2016 in „Take me to court“ in der Startgalerie im MUSA. |
Alltägliche Gegenstände wie Trichter, Zahnbürsten, aber auch fleischfressende Pflanzen werden aus ihrem Kontext gelöst und am Blatt des Zeichners Patrick Roman Scherer neu arrangiert. Durch die ausschließliche Verwendung von Bleistiften in unterschiedlichsten Härtegraden wird eine monochrome Farbigkeit sichtbar, die ein gleichberechtigtes Nebeneinander der Dinge erlaubt.
Mittels motivischer Vergrößerungen, Verkleinerungen und Wiederholungen entsteht eine neue Ordnung, die bisher eingespielte Ordnungssysteme auflöst. Dieses Auflösen ist gepaart mit einer Verschmelzung von Dingen aus räumlich und zeitlich unterschiedlichen Welten. Manches wird nur fragmentarisch angedeutet, anderes linear erzählt.
Eine perspektivische Vieldeutigkeit ist charakteristisch für die Werke von Patrick Roman Scherer.
Zudem bedingt die Zeichnung eine gewisse Intimität, die im Spannungsverhältnis zum Sichtbaren steht.
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