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Volo Bevza, Jenny Brosinski, Joseph Heer, Gregor Hildebrandt, Daniel Lergon, David Ostrowski, Stefan Reiterer, Markus Saile, Ruscha Voormann

Wir möchten Sie sehr herzlich zur Eröffnung der Gruppenausstellung „Smooth Operations“ in unserer Wiener Galerie einladen, die sich mit aktuellen Strömungen in der abstrakten Malerei auseinandersetzt. Dabei steht die Frage im Vordergrund, inwieweit einer zunehmend disruptiven, konfrontativen Welt eine immer fließendere, harmonischere Ästhetik gegenübersteht.
Abstrakte Kunst war nie nur Form. Sie war immer auch ein Seismograf. Gerade in Phasen radikaler Erschütterung suchte sie häufig nach visuellen Gegenbildern – nach Ordnung, Struktur, Ausgleich oder neuer Sensibilität. Vor diesem Hintergrund versteht sich „Smooth Operations“ als Versuch, an zeitgenössischen Positionen zu untersuchen, wie Abstraktion heute auf die allgegenwärtigen globalen Verwerfungen, politischen Umbrüche, kriegerischen Auseinandersetzungen und gesellschaftlichen Spannungen reagiert.
Anhand der Werke von neun Künstler*innen aus Deutschland und Österreich – Volo Bevza, Jenny Brosinski, Joseph Heer, Gregor Hildebrandt, Daniel Lergon, David Ostrowski, Stefan Reiterer, Markus Saile und Ruscha Voormann – werden visuelle Gemeinsamkeiten und formale Strategien ausgelotet, mit denen sich die gegenstandslose Bildsprache derzeit verändert.
Die gezeigten Arbeiten zeugen von einer spannungsreichen Ambivalenz: Die Formen erscheinen weicher, die Übergänge fluider, die Oberflächen kontrollierter als in vielen historischen Vorbildern. Dabei leugnen sie das Disruptive, Unübersichtliche und Fragile unserer Zeit nicht, sondern greifen es auf und übersetzen es in Bildwelten, die nach Ausgewogenheit, Präzision und Harmonie suchen. |