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Seriellll


 ZS art Galerie
 30.10.2019 - 10.01.2020.2019

Eröffnung: Dienstag, 29.Oktober 2019, 19:30 Uhr
Zur Ausstellung spricht Clara Kaufmann, Kunsthistorikerin
Weihnachtsferien von 24.12.2019 bis 6.1.2020


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© Tonneke Sengers, UTW77/V14, 2019, Acryl auf Aluminium, 38 x 42 cm

Die Ästhetik der seriellen Kunst ergibt sich aus Wiederholen und Gliedern desselben oder abgewandelten Motivs. Ob konstante oder variable Elemente, sie sind durch Bildregeln miteinander zu einem Werk oder einer Werkgruppe verbunden. Die serielle Wiederholung erhebt die Darstellung über das Dargestellte.

Die Arbeit von Tonneke Sengers ist stets mit Architektur verknüpft. Sie komponiert aus gleichen geometrischen Grundformen (Quadrat, Dreieck), in farblich abgestuften Kontrasten, plastisch konstruktive Bilder bzw. Reliefs. Jede einzelne Arbeit in sich ergibt ein fertiges serielles Werk und ist zugleich Teil eines übergeordneten seriellen Konzeptes, das trotz engem Formenkorsett mit Variantenvielfalt erstaunt.

Für Thomas Koch sind Gegenstände, Werkmaterialien, Interieur, das Stillleben in seinem Umfeld Inspirationsquellen seiner seriellen Arbeit. Er ordnet seine vielfältig variierenden Abstraktionen, elementübergreifend in strenge quadratische Raster. In Kochs Rasterbilder eröffnen sich dem Auge facettenreiche Entdeckungsreisen aus der Vogelperspektive.

Bei Alex Klein entwickelt sich die Serie aus der Erarbeitung eines Werkzyklus. Diese freie Interpretation des Seriellen dokumentiert die Veränderung im Schaffensprozess. Es ist immer ein Erkunden von Möglichkeiten, ein Sprengen von Grenzen innerhalb seiner Farbfeld-Themen. Das bedeutet: Jedes Werk, obwohl ein Dokument des Auslotens, des Entstehens einer Serie, steht vor allem für sich.

Marie-France Goerens nutzt die serielle Arbeit, um die Wahrnehmung zu schärfen und Wertungen zu differenzieren bzw. zu präzisieren. Ein Prozess zwischen Ordnung und Obsession.

Roland Goeschl, der österreichische Altmeister der seriellen Kunst, zelebriert die seriellen Wiederholungen flächig wie räumlich. In seinen Säulenformationen stapelt er gleiche Quader diagonal verdreht. Die Farbigkeit potenziert die Dynamik und individualisiert die gleichen Elemente. Dynamik erzielt er auch in der Zweidimensionalität. Indem er ein Bildelement, etwa eine durch eine Raute unterbrochene Linie, marginal aber rhythmisch verändert, illusioniert er eine räumliche Bewegung.