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Wilhelm Thöny

Arbeiten auf Papier und Leinwand

 GALERIE WELZ
 22.04. - 01.06.2020

 



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PARIS BLICK GEGEN DEN PANTHEON - 1936, Aquarell auf Papier, 50 x 65 cm

Wilhlem Thöny - im Sog der Moderne

Während seines Studiums an der Münchner Akademie gehörte Thöny zu den ersten Mitgliedern der Münchner Neuen Sezession. Nach dem Ersten Weltkrieg, in dem er als Frontzeichner arbeitete, kehrte er in seine Geburtsstadt Graz zurück und wurde Mitbegründer und erster Präsident der Grazer Sezession (1923). In dieser Zeit entstanden Stadtveduten und Genreszenen. 1931 emigrierte Thöny über Mailand nach Paris und verbrachte regelmäßig einige Monate an der Côte d´Azur. 1938 emigrierte er mit seiner jüdischen Frau nach New York. Trotz zahlreicher Ausstellungen litt Thöny unter der Isolation des Auswanderers. Am 4. März 1948 wurden durch einen Brand in einem Lagerhaus zahlreiche seiner Grafiken und Gemälde, die in einer großen Kollektivausstellung gezeigt werden sollten, zerstört. Von diesem Schicksalsschlag sollte er sich bis zu seinem Tod, am 1. Mai 1949, nicht mehr erholen.

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KOLUMBUS - um 1942,Öl auf schwarzem Papier, 55,5 x 70 cm
WV 383, Tafel 227, Katalog Graz

Wilhelm Thöny war ein Künstler, an dem die Schwerpunktverlagerung der österreichischen Kunst nach dem Ersten Weltkrieg von der Metropole des Habsburgerreichs in die Provinzen einer danach sehr klein gewordenen Ersten Republik deutlich wird: Kubin in Oberösterreich, Faistauer in Salzburg, Egger-Lienz in Osttirol, Kolig und Boeckl in Kärnten, Wickenburg und Thöny in der Steiermark.

Thöny war als Mensch und als Künstler ein Einzelgänger der sich keiner Kunstrichtung verpflichtet fühlte, was sich in den vielfältigen Techniken und Inhalten seiner Werke ausdrückt.

In der Ausstellung im 1. Stock werden Tusch- und Bleistiftzeichnungen, Aquarelle und Ölbilder auf Karton, ab den 1930ern bis 1949, gezeigt.

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BEDIENTER MIT OBST - um 1935, Tusche, Feder, Pinsel auf Papier, 22,2 x 17,5 cm

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POLITISCHE KARIKATUR - um 1937, Tusche, Feder, Pinsel auf Papier, 24,4 x 32 cm