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Paul Flora

Druckgraphiken

 GALERIE WELZ
 27.11.2019 - 11.01.2020

 

Vernissage: am Dienstag, 26. November 2019, 19 Uhr
An den Samstagen im Advent: 9.30 - 18 Uhr geöffnet


Bild
Paul Flora - Pulcinell mit vier Kugeln - 2000, Lithographie, handkoloriert, Ex. 184 von 220, 25 x 35 cm (35 x 45,3 cm)

Der Zeichner, Karikaturist, Graphiker und Illustrator Paul Flora griff mit seiner Strichkunst eine große Palette von Themen auf.  Komödianten, Harlekine, Marionetten, Katzen und Vögel in allen Varianten, tummeln sich in seinen Landschaften oder in imaginären Räumen.
Paul Flora wurde in seiner graphischen Eindrücklichkeit wegweisend und prägte als Zeichner wie kein anderer nachfolgende Generationen. So wurde er nicht nur einer der wichtigsten, sondern auch einer der beliebtesten Zeichner Europas. Der Künstler war stolz darauf, dass seine Zeichnungen nicht nur in Museen, sondern ebenso in privaten Haushalten hängen. Und seine Kunst ist tatsächlich für alle da: Subtil und hintergründig erfreut sie den Kenner der graphischen Tradition ebenso wie den Betrachter, der sich ihr ohne kunstgeschichtliches Vorwissen nähert.
Ab 1953 begann seine Zusammenarbeit mit dem Zürcher Diogenes Verlag. Im Laufe seines Lebens erschienen insgesamt 150 von ihm illustrierte Bücher und Bildbände, die Flora als Satiriker und humorigen Zeichner bekannt machten. Ebenso 1953 wird er Chefkarikaturist der deutschen Wochenzeitung DIE ZEIT, für die er vierzehn Jahre lang als Illustrator die wöchentlichen politischen Karikaturen zeichnete. Diese Arbeit wurde zu seinem Brotberuf, seine Karikaturen erschienen auch in der „Times“, dem „Observer“, dem „Dagens Nyheter“ (schwedische Tageszeitung) und anderen bedeutenden Tageszeitungen. So entstanden im Laufe dieser vierzehn Jahre mehr als 3.000 Karikaturen.
Zeit seines Lebens ist es nicht die Karikatur, der sich Paul Flora hingezogen fühlt. 1971 zieht er sich aus dieser Tätigkeit gänzlich zurück, um sich ausschließlich der Kunst und der Zeichnung zu widmen.