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Markus Prachensky


 GALERIE WELZ
  22.07. - 03.09.2011

 

Vernissage: am Donnerstag, dem 21. Juli 2011, um 19:00 Uhr
Einführende Worte zu Künstler, Werk und Ausstellung: Peter Iden
Zur Ausstellung erscheint ein bebilderter Katalog


Festspielausstellung

MARKUS PRACHENSKY

Die Galerie Welz widmet ihre diesjährige Festspiel-Ausstellung Markus Prachensky. Gezeigt werden cirka 12 Leinwände und 14 Papierarbeiten aus den Zyklen: Cinque Terre, 2003; Farnesina Dixie, 2006; Korsika Bebop, 2008 und Rythmes des Calanques, 2009.

Der österreichische Maler Markus Prachensky, geb. 1932 in Innsbruck, gehört zur Künstlergeneration, welche in den 50er Jahren für die Entwicklung der abstrakten Malerei in Österreich verantwortlich war. Nach 1952 übersiedelt Prachensky nach Wien um dort an der Akademie der bildenden Künste Architektur und Malerei zu studieren. Prachensky gründete 1956, gemeinsam mit Hollegha, Mikl und Rainer die legendäre Gruppe Galerie St. Stephan, damals das Zentrum der modernen Malerei, die für die neuen Strömungen aufnahmebereit war. In diesen Jahren lebt Prachensky abwechselnd in Wien, Paris und Hamburg. 1959 entsteht sein erstes Peinture liquide. Bis 1962 lebt und arbeitet er in Stuttgart, Berlin und Wien. 1967 übersiedelt Prachensky nach Los Angeles. Es folgen zahlreiche Reisen in die USA und nach Mexiko. 1970 kehrt Prachensky nach Europa zurück und lebt und arbeitet ab 1972 in Wien. Ausgedehnte Reisen führen des Künstler nach Italien, Frankreich, Spanien, in die USA, Mexiko und nach Fernost. 1983 wird Prachensky an die Akademie der bildenden Künste berufen. Emeritierung 2000. 2001 Berufung in die Kurie für Kunst des Österreichischen Ehrenzeichens für Wissenschaft und Kunst.

„Zu den wiederkehrenden Merkmalen der Arbeiten Prachenskys gehören die auffällige Energie des nachdrücklich gestischen Farbauftrages, die sich fast durchgängig behauptende Farbe Rot, er nennt sie die „Farbe meines Lebens“, und die Inspiration durch das Erlebnis ferner Landschaften. In seiner Malerei wird niemals das Gesehene in bloße Abbilder übersetzt, vielmehr geht es in den einer Landschaft gewidmeten Zyklen um Inbilder, um das Besondere eines Terrains. Es ist der Prozess einer Metamorphose. Im Malakt verwandelt sich eine vorgefundene Wirklichkeit in eine selbständige autonome andere. Das ist eine Art von Weltnahme, der das Erfasste, indem ein Bewusstsein es sich anverwandelt, Anlass ist für Bilder, mit denen hier ein Maler sich behauptet als Kreator von eigenem Rang und eigener Wahrheit. In der Malerei der Epoche sind nur wenige so weit gekommen: Glanz und Triumph der Kunst des Markus Prachensky.“ (Peter Iden)