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Emil Schumacher

  GALERIE WELZ
 25.07. - 06.09.2008

Vernissage: am Donnerstag, 24. Juli, um 19:00 Uhr
Einführende Worte: Prof. Peter Baum


Emil Schumacher (1912 – 1999) – Ein Maßstab für die Kunst

„Emil Schumacher zählt zu jenen herausragenden europäischen Malern der 2. Hälfte des
20. Jahrhunderts, die Maßstäbe setzten. Mit einem schlüssigen, ab 1955 besonders ergiebigen und anspruchsvollen Oeuvre, leistete der aus Hagen stammende Künstler einen unverwechselbaren, von markantem Gestus getragenen Beitrag zu Informel und abstraktem Expressionismus. Was Schumacher immer auszeichnete war Haltung, eine nie falschen, unsinnigen Spekulationen oder wechselnden Moden ausgesetzte, auf hart erarbeitetem, persönlichem Fundament beruhende Anschauung von Malerei, ihrer Beschaffenheit und fortdauernden Wirkung.

Ein knappes Jahrzehnt nach dem Tod des Künstlers, der sozusagen alles erreicht hat, was sich ein Maler höchster internationaler Reputation nur wünschen konnte, zeigt die Galerie Welz zu den Salzburger Festspielen 2008 eine erlesene, ausgewogene Auswahl von 15 Ölgemälden und 20 Gouachen aus dem Zeitraum von vier Jahrzehnten. Sie schließt damit an die größeren Schumacher-Ausstellungen an, die in Österreich vor allem von der Neuen Galerie der Stadt Linz gezeigt wurden (1976, 1992), erinnert aber auch daran, dass Schumacher 1990 mit dem Herbert-Boeckl-Preis durch das Museum der Moderne, Salzburg, geehrt wurde.

Das Spektrum dessen, was die Salzburger Schumacher-Ausstellung in Beispielen angespannter, andauernder Spurensicherung jetzt zeigt, liefert den konkreten Beweis für ein bewegtes, vielgestaltiges, von einem Atem und Geist getragenes Oeuvre. In ihm verbinden sich Gegenwart und Archaik ebenso zu einer Einheit wie Expressionismus und Exstase mit äußerster Sensibilität.

(Peter Baum, aus dem Vorwort zum Ausstellungskatalog „Emil Schumacher“ 2008)

1912    geboren in Hagen
1932 – 1935 Studium an der Kunstgewerbeschule, Dortmund
1948    Künstlergruppe „Junger Westen“
1958 – 1960 Professor an der Hochschule für bildende Künste, Hamburg
1967 – 1968 Gastprofessur in Minneapolis
1971    Studio in Ibiza
1966 – 1977 Professur an der Akademie, Karslruhe
1999    stirbt Emil Schumacher in San José, Ibiza