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Japanische Farbholzschnitte

HIROSHIGE - HOKUSAI - KUNISADA -
TOYOKUNI - UTAMARO u.a.

  GALERIE WELZ
 17.10. - 17.11.2007

Vernissage: am Dienstag, dem 16. Oktober 2007, 19 Uhr.


Als japanischen Farbholzschnitt bezeichnet man eine bestimmte Art von Druckgraphik, die in Japan in der zweiten Hälfte des 18 Jhdt. entstanden ist. 
Japanische Farbholzschnitte in alter Tradition sind das Ergebnis der Zusammenarbeit von vier verschiedenen Personen - dem Künstler, dem Schnitzer, dem Drucker und dem Verleger. Jeder von ihnen benötigte mehrere Jahre der Lehrzeit und praktischer Erfahrung auf ihrem Gebiet.
Der klassische japanische Farbholzschnitt zeichnet sich durch das vollständige Fehlen von Licht und Schatten aus. Gegenstände und Personen werden mit klaren, flüssigen Linien gezeichnet, Flächen sind farbig gefüllt oder leer gelassen und Formen sind häufig stilisiert. Ziel der Darstellung ist, wie in der gesamten klassischen chinesischen und japanischen Malerei, nicht die naturgetreue Wiedergabe eines Sujets, sondern die Darstellung seines Wesens, seines Charakters.

Die Plakatmalerei des Jugendstils, die Malerei der Wiener Secession und viele Expressionisten wurden durch Stilelemente des japanischen Farbholzschnittes beeinflusst.

Geisha mit Handleuchte
1843
Japanischer Farbholzschnitt,
34,5 x 22 cm
Nächtliche Reise durch die Berge
1855
Japanischer Farbholzschnitt,
34,5 x 22 cm
Teil eines Triprychon
1810/15
Japanischer Farbholzschnitt,
34,5 x 22 cm