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Franz Graf

One Man Show

  GALERIE WEIHERGUT
 19.07. - 14.09.2012

 

Vernissage: am Donnerstag, dem 19. Juli 2012, um 19:00 Uhr


Wir freuen uns sehr, im Festspielsommer 2012 erstmalig eine Einzelausstellung mit Arbeiten von Franz Graf, einem langjährigen Wunschkünstler des Galeristen Michael Karrer präsentieren zu dürfen. Die Festspielausstellung entsteht in intensiver Zusammenarbeit mit dem Künstler, der über mehrere Monate hinweg ein Konzept erarbeitet und neue Werke und Installationen für diese Präsentation geschaffen hat.

Wir dürfen darauf hinweisen, dass im Oktober 2012 nach 32jährigem Bestehen der Standort des Stammhauses der Galerie Weihergut in der Biberngasse aufgelassen wird. Galerist Michael Karrer revitalisiert in den kommenden beiden Jahren eine historische Gestüthalle, die sich ebenfalls im Stadtteil Nonntal befindet und in der ein neuer Kunstraum auf höchstem Niveau entstehen soll. Während der Bauzeit konzentriert sich Michael Karrer verstärkt auf die Leitung der Nitsch Foundation und auf die neue Aufgabe als Gesamtleiter des Hermann Nitsch Museums.

Informationen zu Künstler und Werk
Der 1954 in Tulln geborene Franz Graf studierte an der Universität für Angewandte Kunst in Wien und fungierte zwischen 1997-2006 als Gastprofessor auf der Akademie der bildenden Künste in Wien. In Salzburg ist der Künstler seit 2007 mit seiner permanenten Installation von in den Boden eingelassenen ornamentalen Scheiben auf dem Gelände des Mozarteums vertreten.

"Franz Graf zählt zu den wichtigsten Vertretern einer neokonzeptuellen Haltung, die der Künstler mit Heimo Zobernig, Gerwald Rockenschaub, Erwin Wurm, Eva Schlegel, Brigitte Kowanz und anderen teilt. Franz Grafs primäres Konzept basiert auf einer Verkettung und Überschneidung unterschiedlicher oft entgegengesetzter Medien, wie Zeichnung, Fotografie und Installation, die zu einer neuen offenen Struktur im Werk führen. Deren motivische Bestimmung ist ebenso von einer großen Bandbreite bestimmt. Abstraktion, Ornamentales, Figuratives, Symbolisches, Emblematisches bis zur konkreten Abbildung der Wirklichkeit mit der Kamera." (Florian Steininger)

„Die Denk- und Handlungsprozesse von Franz Graf sind komplex: Myzelartig verschränkt münden seine Leinwände, Zeichnungen, Textarbeiten, Fotografien oder eigenwilligen Found Footage-Objekte in außergewöhnliche und oft raumgreifende Inszenierungen. Wie ein Regisseur verwandelt er Ausstellungsdisplays zu geheimnisvollen Orten, an denen Artefakte jedweder medialer Herkunft zusammen finden, oftmals in Nachbarschaft mit eigenwillig-martialischen Requisiten wie einem Fitnessgerät oder seltsamen mechanistischen Apparaturen, deren ursprüngliche Bestimmung im Verborgenen bleibt. Formal betrachtet erinnern die technischen Gerätschaften an Übersetzungen seiner grafisch-geometrischen Entwürfe ins Dreidimensionale. Nähert man sich der Bedeutungsebene seines Werkes, werden vielschichtige Interpretationsmöglichkeiten evident. Vor allem der Themenkomplex Eros und Thanatos ist wiederkehrendes Motiv im Schaffen von Franz Graf.“ (Ausschnitt aus dem Text zur Ausstellung von Mag. Hans-Peter Wipplinger, Kunsthalle Krems)