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Robert Motherwell

PRINTMAKING IMPRESSIONS
mixed media and prints 1962-89
In Zusammenarbeit mit der Motherwell Foundation, New York.

  GALERIE WEIHERGUT
 14.03.-16.05.2010

 


Robert Motherwell (1915-1991) gilt als Hauptvertreter des amerikanischen abstrakten Expressionismus. Ziel der Abstrakten Expressionisten ist es, die künstlerische Arbeit in spontaner Weise und ohne die Beschränkung durch herkömmliche Formen auszuführen. Seit den 1960er Jahren umfasst das Oeuvre des Künstlers neben den malerischen Werken auch ein eigenständiges druckgrafische Werk sowie zahlreiche Mixed Media Arbeiten, die verschiedenste Techniken miteinander vereinen. Die Ausstellung PRINTMAKING IMPRESSION, die in Zusammenarbeit mit der Motherwell Foundation in New York zustande gekommen ist, zeigt auf zwei Etagen eine Auswahl an Arbeiten dieser beiden wichtigen Werkblöcke aus der Zeit zwischen 1962 und 1989. 

Informationen zur Ausstellung
Robert Motherwell wurde 1915 in Aberdeen (USA) geboren. Nach dem Studium der Philosophie und französischen Literatur und einem längeren Aufenthalt in Paris, folgte das Studium der Kunstgeschichte in New York. Meyer Shapiro, einer seiner Professoren an der Columbia University, ermunterte Motherwell schließlich dazu Maler zu werden. Nach einer Mexiko Reise 1941, die Motherwell zusammen mit dem chilenischen Künstler Roberto Matta unternahm, brach er sein Studium ab und begann zu malen. In der Druckwerkstatt „Atelier 17“ von Stanley W. Hayter knüpfte er Kontakte zu den aus Europa emigrierten Surrealisten wie Marc Chagall oder Max Ernst, aber auch zu jungen amerikanischen Künstlern. 1942 nahm er an der Gruppenausstellung „First Papers of Surrealism“ teil und erstellte kurz darauf zusammen mit Jackson Pollock in dessen Atelier seine ersten Collagen für eine Ausstellung in Peggy Guggenheims Galerie „Arts oft the century“. 1947/48 gründete er zusammen mit William Baziotes, Mark Rothko und Barnett Newman die Schule „Subjects of the Artists“ und wurde durch die Herausgabe der „Documents of Modern Art Series“ (heute: „Documents of Twentieth Century Art“) nicht nur zum Sprecher der aufstrebenden new yorker Künstler, sondern bot diesen auch eine Plattform um ihre künstlerischen Philosophien zu vermitteln. 1945 lehrte er am Black Mountain College in North Carolina und zwischen 1951 und 1958 am Hunter College in New York. Neben seiner Lehr- und der intensiven internationalen Ausstellungstätigkeit unternahm der Künstler viele Reisen und hielt sich mehrfach in Europa auf, was sich auch in einigen Werken, beispielsweise dem Zyklus “Elegie for the spanish Republic“ wiederspiegelt. Sowohl 1959 als auch 1964 nahm er an der documenta Kassel teil. Robert Motherwell starb am 16.7.1991 in Provincetown, USA.

 

Zum Graphischen Werk
In den 1960er Jahren wuchs der Stellenwert der Druckgrafik im Werk von Robert Motherwell und er begann auch zunehmend verschiedene Techniken, vorzugsweise Lithografie und Collage, zu kombinieren. Motherwell arbeitete im Laufe seiner künstlerischen Entwicklung mit verschiedensten Druckwerkstätten zusammen und lernte so auch die Zusammenarbeit zwischen dem „Handwerker“ und „Künstler“ mehr und mehr schätzen. Gemäß seiner Überzeugung wird das künstlerische Endprodukt nicht nur vom schöpferischen Prozess sondern auch stark von der verwendeten Technik beeinflusst. Insofern versuchte er in seiner Eigenschaft als Künstler für jedes Kunstwerk die Technik zu finden, die mit den ihr eigenen Vorzügen das optimale Endprodukt zulässt.

In printmaking, I essentially use the same process as in painting with one important exception…to try, with sensitivity to the medium to emphasize what printing can do best…better than say, painting or collaging or watercolour or drawing or whatever…Otherwise, the artist expresses the same vision in graphics that he does in his other work.”

Die Ausstellung PRINTMAKING IMPRESSIONS soll die Vielschichtigkeit in Motherwells Werken, vornehmlich den Druckgrafiken und Mixed-Media Arbeiten zeigen. So spannt sie einen Bogen von den lithografischen Arbeiten zu Beginn der druckgrafischen Auseinandersetzung des Künstlers (vgl. z.B. „Poet I“, CR 6), bis hin zu Arbeiten, in denen bis zu vier verschiedene Techniken miteinander kombiniert wurden (vgl. „Pauillac #2“, CR 149). Der Betrachter soll einen Eindruck von den Eigenheiten der verwendeten Techniken und deren Einfluss auf das künstlerische Endprodukt gewinnen.