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Galerie UngArt

im Ungarischen Kulturinstitut Collegium Hungaricum

  Gizella Varga Sinai
 28.05. - 30.06.2009

Direktor: Dr. Zoltán Fónagy


UngArt - so lautet seit 2004 der Name der Galerie im
Collegium Hungaricum. Er spiegelt gleichzeitig
Konzept wie Resümée der zahlreichen
Werkausstellungen, die seit 1999 im renovierten
Ungarischen Kulturinstitut zu sehen waren und sind.
Das Ausstellungskonzept bildet ein breites Spektrum
jenseits von Klischees und Mainstream ab und ist ein
Forum für die ganze Breite künstlerischen Schaffens in
Ungarn.

Die Galerie UngArt begreift sich daher einerseits als
Botschafter der bildenden Künste des Nachbarlandes
Ungarn, aber gleichzeitig auch als Teil der progressiven
mitteleuropäischen Kunstszene Wiens. UngArt will nicht
eine ungarische Insel sein, sondern ein weltoffenes
Schaufenster und einladend kreativ. Daher sind
Kooperationen und gemeinsame Werkschauen von
ungarischen Künstlerinnen und Künstlern mit ihren
österreichischen Kolleginnen und Kollegen ein
besonderes Anliegen der Arbeit von UngArt.

Die thematischen Schwerpunkte der
Ausstellungstätigkeit bilden die Malerei und Grafik
der klassischen Moderne
und der Gegenwart,
Fotografie
und nicht zuletzt Kunstgewerbe.
Besondere Höhepunkte waren bisher die
Werkschauen von

Béla Czóbel (1883-1976) als dem ungarischen
Vertreter der École de Paris und des
Postimpressionismus,
János Mattis Teutsch (1884-1960), einem Vertreter
des abstrakten Expressionismus mit seinen
"Seelenblumen",
Józsa Járitz (1893-1986), der Mitbegründerin der
Neuen Gruppe bildender Künstlerinnen,
Lili Ország (1926-1978), die in ihrer aus 48
Tafelbildern bestehenden Labyrinthenreihe antike
Mythen in die Gegenwart transferierte,
Mihály Schéner (*1923), der ungarische Folklore
mit moderner Kunst synthetisierte,
László Vinkler (1912-1980) zeigte im "Hain der
Artemis" taschistische Grafiken sowie figurale
Tuschezeichnungen,
Béla Kádár (1877-1956) lieferte ein
postimpressionistisches "Skizzenheft aus Wien" ab,
Tihamér Gyarmathy (*1915) verband in den
"Metamorphosen" organisches Gefüge der
Bioromantik mit abstrakter Geometrie,
und das grafische Werk von László Mednyánszky
(1852-1919), dem Porträtisten der Streuner und
Bettler.

Eine zweite Reihe im künstlerischen Programm
bildeten die ungarischen Künstlergemeinschaften
wie die 1896 gegründete Künstlerkolonie von
Nagybánya,
die als Wiege der modernen ungarischen
Malerei gilt (mit Werken von Simon Hollósy, Károly
Ferenczy, József Koszta
u.a.), die Künstlerkolonie
von Hódmezóvásárhely
(die Künstlerwerkstätte der
"Realisten der Tiefebene": János Tornyai, Béla Endre,
Gyula Rudnay
u.a.), Szentendre (mit atmosphärisch
inspirierten Landschaftsbildern von József Bánáti
Sverák, Miklós Bánovszky, Jenó Paizs Goebel
u.a.)
und die Künstlerkolonie Gödölló (die Vertreter der
ungarischen Sezession: Aladár Körösfói-Kriesch,
Ödön Moiret, Ede Thoroczkai Wigand
u.a.).

Eine weitere thematische Linie stellten die
Ausstellungen aus den Beständen großer
ungarischer Privatsammlungen dar. Leihgeber
waren die Sammlung Vasilescu, Körmendi-Csák
und Nudelman,
letztere präsentierte Werke der
"Europäischen Schule", die im Zeichen des
Universalismus und Stilpluralismus standen: Jenó
Barcsay
(1900-1988), Endre Bálint (1914-1986),
Dezsó Korniss (1908-1984), Lajos Vajda
(1908-1941) und Júlia Vajda (1913-1982).

Besonderes Augenmerk gilt auch der zeitgenössischen
Kunst. Die Galerie UngArt vertritt sowohl arrivierte
Künstler als auch die Nachfolgegeneration: Gezeigt
wurden Ölbilder und Grafiken von István Nádler,
Károly Klimó, El Kazovszkij, György Román, László
Fehér, Péter Tímár, Gábor Záborszky, József Gaál,
Imre Bukta, József Baksai, László feLugossy, Gábor
Roskó u.v. a.;
Skulpturen und Kleinplastiken von
Sándor Nagy, Jenó Szervátiusz, Ferenc Csurgai,
Péter Párkányi Raab, Mamikon Yengibarjan,
Péter Orosz, Péter Márkus,
um nur einige zu
nennen.

Die Galerie UngArt versteht sich auch als Ort der
Begegnung für Kunstschaffende aus Österreich
und Ungarn. Um diesem Anspruch gerecht zu
werden, wurden bereits mehrere Kollektivausstellungen
gemeinsam mit österreichischen und in Österreich
lebenden bildenden Künstlern veranstaltet wie z.B.
das Projekt EuropaFries (mit Karl Heinz Bloyer,
Manuela Froudarakis, Evelyn Gyrcizka, Regina
Hadraba, Alex Klein, Ronald Kodritsch, Gerhard
Müller, Hannes Scheucher, Veit Schiffmann, Anne
Schmees, Wolfgang Seierl, Erika Seywald) und andere
Gruppenausstellungen mit Waltraud Palme, Magda
Csutak, Éva Sárközi Pusztai, Josef Bernhardt, Johann
Plank und Hertha Kovacs-Wendelin u.a.

Die Galerie UngArt zeigte bereits mehrere Male Bilder
von weltberühmten Fotografen wie André Kertész,
Brassá, Márton Munkácsi, Robert und Cornell
Capa, László Moholy-Nagy, Paul Almásy, F.G.
Haller, Angelo, Lucien Hervé, György Klösz u.a.
,
widmete sich aber auch den Zeitgenossen Sándor Sára,
Péter Korniss und László Lugosi Lugo.

Neben der bildenden Kunst ist auch das
Kunstgewerbe vertreten: Glaskunst um die
Jahrhundertwende des 19. und 20. Jhs. (J. & L.
Lobmeyr, Valentin Leó Pantocsek, Tiffany, Emile
Gallé, Daum Nancy, István Sovánka), zeitgenössische
Glaskunst; Keramik- und Porzellankunst um die
Jahrhundertwende (Zsolnay, Herend) und der
Gegenwart (aus den Künstlerwerkstätten DeForma
und Terra) sowie Uhrenunikate aus dem 16.-19.
Jahrhundert.

Ausstellungen zum Thema Geschichte runden die
Angebotsvielfalt der Galerie UngArt ab: Lajos
Kossuth- und Ferenc Pulszky-Gedenkausstellung;
zum ungarischen Millennium: "Königliche Krönungen
in Pressburg"; "Bálint Balassi und die mitteleuropäische
Renaissance" sowie die Archäologieausstellung
"Schätze von Savaria", die Szombathely in der
Römerzeit zum Thema hatte.

GALERIE UNGART

Hollandstraße 4
A-1020 Wien
Tel +43-1-214 05 81
Fax +43-1-216 27 96

E-mail
office@collegium hungaricum.at
Internet
www.collegium- hungaricum.at

Öffnungszeiten

Mo 10:00-19:00h
Di-Do 10:00-18:00h
Fr 10:00-14:00h

und nach telefonischer Vereinbarung auch an Wochenenden und Feiertagen

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