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Galerie UngArt

im Ungarischen Kulturinstitut Collegium Hungaricum

 

Direktor: Dr. Márton Méhes


UngArt - so lautet seit 2004 der Name der Galerie im Collegium Hungaricum. Er spiegelt gleichzeitig Konzept wie Resümée der zahlreichen Werkausstellungen, die seit 1999 im renovierten Ungarischen Kulturinstitut zu sehen waren und sind.
Das Ausstellungskonzept bildet ein breites Spektrum jenseits von Klischees und Mainstream ab und ist ein Forum für die ganze Breite künstlerischen Schaffens in Ungarn.

Die Galerie UngArt begreift sich daher einerseits als Botschafter der bildenden Künste des Nachbarlandes Ungarn, aber gleichzeitig auch als Teil der progressiven mitteleuropäischen Kunstszene Wiens. UngArt will nicht eine ungarische Insel sein, sondern ein weltoffenes Schaufenster und einladend kreativ. Daher sind Kooperationen und gemeinsame Werkschauen von ungarischen Künstlerinnen und Künstlern mit ihren österreichischen Kolleginnen und Kollegen ein besonderes Anliegen der Arbeit von UngArt.

Die thematischen Schwerpunkte der Ausstellungstätigkeit bilden die Malerei und Grafik der klassischen Moderne und der Gegenwart, Fotografie und nicht zuletzt Kunstgewerbe.

Besondere Höhepunkte waren bisher die Werkschauen von Béla Czóbel (1883-1976) als dem ungarischen Vertreter der École de Paris und des Postimpressionismus, János Mattis Teutsch (1884-1960), einem Vertreter des abstrakten Expressionismus mit seinen "Seelenblumen", Józsa Járitz (1893-1986), der Mitbegründerin der Neuen Gruppe bildender Künstlerinnen, Lili Ország (1926-1978), die in ihrer aus 48 Tafelbildern bestehenden Labyrinthenreihe antike Mythen in die Gegenwart transferierte, Mihály Schéner (*1923), der ungarische Folklore mit moderner Kunst synthetisierte, László Vinkler (1912-1980) zeigte im "Hain der Artemis" taschistische Grafiken sowie figurale Tuschezeichnungen, Béla Kádár (1877-1956) lieferte ein postimpressionistisches "Skizzenheft aus Wien" ab, Tihamér Gyarmathy (*1915) verband in den "Metamorphosen" organisches Gefüge der Bioromantik mit abstrakter Geometrie, und das grafische Werk von László Mednyánszky (1852-1919), dem Porträtisten der Streuner und Bettler.

Eine zweite Reihe im künstlerischen Programm bildeten die ungarischen Künstlergemeinschaften wie die 1896 gegründete Künstlerkolonie von Nagybánya, die als Wiege der modernen ungarischen Malerei gilt (mit Werken von Simon Hollósy, Károly Ferenczy, József Koszta u.a.), die Künstlerkolonie von Hódmezóvásárhely (die Künstlerwerkstätte der "Realisten der Tiefebene": János Tornyai, Béla Endre, Gyula Rudnay u.a.), Szentendre (mit atmosphärisch inspirierten Landschaftsbildern von József Bánáti Sverák, Miklós Bánovszky, Jenó Paizs Goebel u.a.) und die Künstlerkolonie Gödölló (die Vertreter der ungarischen Sezession: Aladár Körösfói-Kriesch, Ödön Moiret, Ede Thoroczkai Wigand u.a.).

Eine weitere thematische Linie stellten die Ausstellungen aus den Beständen großer ungarischer Privatsammlungen dar. Leihgeber waren die Sammlung Vasilescu, Körmendi-Csák und Nudelman, letztere präsentierte Werke der "Europäischen Schule", die im Zeichen des Universalismus und Stilpluralismus standen: Jenó Barcsay (1900-1988), Endre Bálint (1914-1986), Dezsó Korniss (1908-1984), Lajos Vajda (1908-1941) und Júlia Vajda (1913-1982).

Besonderes Augenmerk gilt auch der zeitgenössischen Kunst. Die Galerie UngArt vertritt sowohl arrivierte Künstler als auch die Nachfolgegeneration: Gezeigt wurden Ölbilder und Grafiken von István Nádler, Károly Klimó, El Kazovszkij, György Román, László Fehér, Péter Tímár, Gábor Záborszky, József Gaál, Imre Bukta, József Baksai, László feLugossy, Gábor Roskó u.v. a.; Skulpturen und Kleinplastiken von Sándor Nagy, Jenó Szervátiusz, Ferenc Csurgai, Péter Párkányi Raab, Mamikon Yengibarjan, Péter Orosz, Péter Márkus, um nur einige zu nennen.

Die Galerie UngArt versteht sich auch als Ort der Begegnung für Kunstschaffende aus Österreich und Ungarn. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, wurden bereits mehrere Kollektivausstellungen gemeinsam mit österreichischen und in Österreich lebenden bildenden Künstlern veranstaltet wie z.B. das Projekt EuropaFries (mit Karl Heinz Bloyer, Manuela Froudarakis, Evelyn Gyrcizka, Regina Hadraba, Alex Klein, Ronald Kodritsch, Gerhard Müller, Hannes Scheucher, Veit Schiffmann, Anne Schmees, Wolfgang Seierl, Erika Seywald) und andere Gruppenausstellungen mit Waltraud Palme, Magda Csutak, Éva Sárközi Pusztai, Josef Bernhardt, Johann Plank und Hertha Kovacs-Wendelin u.a.

Die Galerie UngArt zeigte bereits mehrere Male Bilder von weltberühmten Fotografen wie André Kertész, Brassá, Márton Munkácsi, Robert und Cornell Capa, László Moholy-Nagy, Paul Almásy, F.G. Haller, Angelo, Lucien Hervé, György Klösz u.a., widmete sich aber auch den Zeitgenossen Sándor Sára, Péter Korniss und László Lugosi Lugo.

Neben der bildenden Kunst ist auch das Kunstgewerbe vertreten: Glaskunst um die Jahrhundertwende des 19. und 20. Jhs. (J. & L. Lobmeyr, Valentin Leó Pantocsek, Tiffany, Emile Gallé, Daum Nancy, István Sovánka), zeitgenössische Glaskunst; Keramik- und Porzellankunst um die Jahrhundertwende (Zsolnay, Herend) und der Gegenwart (aus den Künstlerwerkstätten DeForma und Terra) sowie Uhrenunikate aus dem 16.-19. Jahrhundert.

Ausstellungen zum Thema Geschichte runden die Angebotsvielfalt der Galerie UngArt ab: Lajos Kossuth- und Ferenc Pulszky-Gedenkausstellung; zum ungarischen Millennium: "Königliche Krönungen in Pressburg"; "Bálint Balassi und die mitteleuropäische Renaissance" sowie die Archäologieausstellung "Schätze von Savaria", die Szombathely in der Römerzeit zum Thema hatte.

GALERIE UNGART

Hollandstraße 4
A-1020 Wien
Tel +43-1-214 05 81
Fax +43-1-216 27 96

E-mail
office@collegium hungaricum.at
Internet
www.collegium- hungaricum.at

Öffnungszeiten

Mo 10:00-19:00h
Di-Do 10:00-18:00h
Fr 10:00-14:00h

und nach telefonischer Vereinbarung auch an Wochenenden und Feiertagen

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