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Franco Kappl

 


Galerie Ulysses
 13.04. - 14.05.2011

Vernissage am Dienstag, dem 12. April 2011 um 19 Uhr.


       

 

FRANCO KAPPL - Neue Arbeiten
Franco Kappl steht für gestisch-abstrakte Malerei in zeitlosem Stil. Seine aktuellen Arbeiten, derzeit zu sehen in der Galerie Ulysses, lassen schnell erkennen, dass sich der Schwerpunkt seiner Malerei nicht verlagert hat. Zweifelsfrei bleibt sein vordergründiges Betätigungsfeld der "Grenzbereich zwischen saftiger Malerei und grafischer Dimension", wie er es selbst einmal so treffend formulierte. Und immer noch scheint es, als prüfe er die Herangehensweise stetig aufs Neue. "Den Gesetzen der Malerei folgen, um sie außer Kraft zu setzen und sie neu zu erfinden - das ist der Motor!", dieses Statement aus dem Jahr 1991 könnte gleichermaßen seine gegenwärtige Haltung beschreiben. Die Farbpalette Franco Kappls ist mit den Jahren sichtlich reicher geworden; waren zu Beginn seiner künstlerischen Laufbahn die „Gesetze der Buntmalerei“ (Zitat Kappl) für ihn unerheblich und erlebte seine Malerei vorübergehend schwarz-weiße Phasen, bezeugen die Arbeiten des letzten Jahrzehnts eine intensivere Auseinandersetzung mit Farbe. Seine Bilder haben durch diese Entwicklung keineswegs eingebüßt - das Malerische und das Verhältnis von ausladender Geste zu feingliedriger Linienführung im Bild bleiben weiterhin zentrale Themen.
Die stimmungsvolle Dynamik der neuen Arbeiten lädt die Betrachter ein tiefer zu blicken. Sie sind versucht, die Spannung zu ergründen, die der Künstler durch das bewegte, konsequente Übereinanderlagern aufzubauen weiß. Grafische Elemente und breite Farbbalken bahnen sich ihren Weg durch das Bild, um im nächsten Augenblick vielleicht schon wieder zu verschwinden. Farbe leuchtet aus der untersten Malschicht hervor und wird an der Oberfläche wieder ins Spiel gebracht. All das führt nicht nur dazu, dass sich dem Betrachter eine räumliche Dimension erschließt, sondern die Bildkompositionen bei aller Lebendigkeit und Vehemenz im Farbauftrag in ihrem Ganzen doch harmonisch erscheinen.
Doris Richter