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Erich Wonder

ACTOR WAITING


  Galerie Ulysses
 10.05. - 30.06.2006

Vernissage: am Dienstag, den 9. Mai 2006, um 19.00 Uhr


ERICH WONDER wurde 1944 in Jennersdorf im Burgenland, geboren. Er studierte von 1960 bis 1964 an der Kunstgewerbeschule in Graz und anschliessend bis 1967 an der Akademie der bildenden Künste in Wien bei Caspar Neher. Von 1968 bis 1971 war er Bühnenbild-Assistent bei Wilfried Minks am Theater der Stadt Bremen und von 1972 bis 1978 Bühnenbildner am Schauspielhaus in Frankfurt am Main. 1978 nahm er eine Professur an der Universität für angewandte Kunst in Wien an, wo er die Meisterklasse für Bühnenbild leitete. Seit 1985 ist er Professor an der Akademie der bildenden Künste in Wien (Leiter der Meisterschule für Szenographie).

Seit 1978 ist er freischaffender Bühnenbildner und hat mit berühmten Regisseuren zusammengearbeitet, wie z.B. mit Jürgen Flimm (u.a. Don Giovanni, Alcina, Der Schwierige), Luc Bondy (u.a. Das Wintermärchen, Figaro lässt sich scheiden, Salome und 2005 an der Mailänder Scala Mozarts Oper Idomeneo), Heiner Müller (u.a. Tristan und Isolde), Hans Neuenfels, Claus Peymann und Ruth Berghaus.

Erich Wonder ist auch bekannt für seine Performances, z.B. Das Auge des Taifun (1992 auf der Wiener Ringstrasse), Rosebud (1979 im Düsseldorfer Schauspielhaus). 1987 war Erich Wonder mit dem Projekt Maelstromsüdpol an der documenta 8 in Kassel vertreten.

Sein letztes Projekt war Verdis Oper Simon Boccanegra (Premiere 3. Mai 2006) an der Niederländischen Oper in Amsterdam in Zusammenarbeit mit Peter Mussbach.

Erich Wonder zu seiner Malerei: ... Als Maler nehme ich eine andere Position ein. Ich kann Dinge darstellen, die am Theater nicht darstellbar sind. Es ist ein Spiel mit Mitteln, und ich habe mehr Freiheit. Malerei hat nichts zu tun mit großen Theaterapparaten, mit riesiger Technik oder hohen Geldsummen, die dazu nötig sind. Ich will nicht mit Malern konkurrieren und sagen, ich bin Maler. Ich denke auch nicht über Erfolg dabei nach, ich will mir die Freiheit nehmen, nicht darüber nachzudenken, ob die Leute das gut finden oder nicht. Wenn ich mich mit Malerei ausdrücke, so ist das für mich ein Auftanken. Ich weiß, was ich als Künstler brauche, um zu überleben.