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curated by Julien Robson

Mel Chin - It's not what you think

GALERIE STEINEK
 20.09. - 25.10.2012

 

Vernissage: am Donnerstag, dem 20. September 2012, um 19:00 Uhr

 




Künstler
:
Mel Chin (US)

Julien Robson
*1955 in Schottland, lebt und arbeitet in Philadelphia, USA

Julien Robson ist als Kurator für zeitgenössische Kunst an der Pennsylvania Academy of the Fine Arts (PAFA) tätig. Zu seinen Ausstellungsprojekten zählen here., welches sich mit der Rolle der Region in einer globalen Kunstwelt befasste, und Presence, ein Projekt, das u. a. Arbeiten von Franz Gertsch, Bill Henson, Mark Wallinger, Gerhard Richter und Berni Searle präsentierte. Zur Zeit arbeitet er an einer David-Lynch-Retrospektive, welche sich mit den vielseitigen Facetten seines künstlerischen Schaffens auseinandersetzt.

 

Am bekanntesten ist Mel Chin für inter- disziplinäre Gemeinschaftsprojekte, die gesellschaftlich, politisch und ökologisch aufgeladene Fragen künstlerisch untersuchen. Seine Kunst findet dabei nicht nur in der freien Landschaft oder im öffentlichen Raum statt, sondern auch in Galerien und Museen. Durch die Verbindung von Kunst und Leben versucht Chin, den gesellschaftlichen Giftmüll und die Umwelttoxizität um uns herum aufzudecken und so einen Beitrag zu deren Behebung zu leisten. Chin begreift seine Kunst als Katalysator für Aktionen und mehr soziales Verantwortungsbewusstsein. Damit erfasst und nutzt Chin die komplizierten Verflechtungen des Ästhetischen mit politischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Belangen. Seine Werke sind ebenso analytisch wie poetisch. Sie schöpfen die Möglichkeiten der Kunst aus, das Bewusstsein der Menschen durch die Sichtbarmachung andernfalls unsichtbarer Strukturen und Zusammenhänge zu verändern.

Mit seiner Ausstellung untersucht Chin die derzeitigen Zerfallserscheinungen des amerikanischen Alltags, unter dessen unumschränkten Mythen von Freiheit, Patriotismus und sozialem Zusammenhalt Spannungen und Konflikte lauern. Seine Objekte, Videos und Zeichnungen behandeln Wunschproduktion und Wunschenttäuschung in der Konsumgesellschaft, das Drama geheimer Machtmanipulation, den Verlust geschichtlichen Bewusstseins, die unsichtbaren Giftrückstände der Industrialisierung, die Vereinzelung der Menschen in der Gesellschaft und die institutionellen Mächte, die unser Leben bestimmen.
Julien Robson

 

 

 

 

 

 

 

Mel Chin is best known for his collaborative, cross-disciplinary artistic investigations into social, political, and ecologically charged topics. In a practice that can variously be found in the landscape and public spaces, as much as the gallery or museum, he weaves art and life together to disclose and help remedy the social and environmental toxicity that surrounds us. Viewing his art as a vehicle to catalyze action and provoke greater social awareness and responsibility, Chin acknowledges and embraces the complex entanglement of the aesthetic with political, economic, and social concerns. In works that are both analytic and poetic, he employs art’s ability to effect changes in human consciousness by revealing structures and connections that can’t always be seen.

In this exhibition Chin explores the dissociative aspects of contemporary American life, where tension and conflict ferment beneath the repressive myths and contradictions surrounding ideas of freedom, patriotism, and social unity. In objects, videos, and drawings he speaks to the production and frustration of desire in consumerism, the tragedy wreaked by the covert manipulation of power and loss of historical memory, the hidden toxic residues of industrialization, and the disconnect between individuals in society and the institutional powers that shape their lives.
Julien Robson