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Harald Durstmüller

in memoriam

  GALERIE STEINEK
  12.01. - 29.01. 2005

 

Vernissage: am Dienstag, dem 11. Jänner 2005, 18-20 Uhr


Mit der Ausstellung "in memoriam" möchte die Galerie die letzten wichtigen Werke von Harald Durstmüller der Öffentlichkeit sichtbar machen. In den letzten Jahren beschäftigte er sich sehr intensiv mit dem Porträt und der Architektur.

Durch Verwendung von Spiegel und Glas ergründete Harald Durstmüller die Unterbrechung des Wahrnehmungsvermögens. Dieses Anliegen verdeutlichte sich durch sein Interesse an der Photographie und wurde erstmals öffentlich in den Serien "En-passant, 1994" gezeigt. Das Beobachten von Passanten durch das texturierte Glas seines Studiofensters brachte ihn schließlich auf die Idee ein ähnliches, frei stehendes Gefüge zu bauen, das ihm als "Fenster" diente.

In seinen folgenden Arbeiten, einer Serie von Porträts, entwickelte Durstmüller seine photographische Praktik weiter. Studioaufnahmen entstanden aus dem Zyklus "ROHGUSS". Weiterhin beschäftigte sich Harald Durstmüller mit der Architektur. In den Städte-Milieu Photoarbeiten aus der Serie "CAVEX" entsteht eine zweifache Transformation. Erstens macht der verzerrte Effekt durch das Glas die architekturale Linie kaum erkennbar. Eine zweite Transformation tritt mit der Foto-Montage auf. Das Glas hat selbst schon einen dekonstruktive Wirkung wobei die gerade Linie zu einer Kurve wird. Die Vielfaltigkeit der Fotoaufnahmen und ihre Rekomposition verschärft die Entfremdung in eine geometrische Dimension. Kurve und Gerade kooperieren - aber nicht ohne Überraschung.

Diese Bilder bewegen sich zwischen der Anspielung auf Malerei und der Illusion von Photographie und öffnen eine melancholische Trennung zwischen Erscheinung und Deutung.