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Roman Scheidl

Die Welt des Roman Scheidl

 GALERIE SCHAFSCHETZY
 03.11. - 03.12.2012

Vernissage: am Samstag, dem 03. November 2012, um 11:00 Uhr

 

Roman Scheidl kommt einerseits von der Pinselzeichnung, andererseits vom farbigen Raum. In seiner Malerei hat alles Platz, die Abstraktion, die Figuration und die Erzählung. nach einer Verbindung von figurativer und informeller Gestaltung hat er erinnerhalb der Neuen Malerei in Österreich seinen eigenen Stellenwert. Über Roman Scheidls Werk könnte man „Der Hang zum Gesamtkunstwerk“ schreiben. Von 1980 bis 1995 wechselt er oft den Wohnort, lebt in der Schweiz und in Paris. In dieser Zeit entsteht auch seine Live-Lichtzeichnung für die Bühne und den Zeichenfilm. Reisen nach Japan und die Beschäftigung mit asiatischer Philosophie haben ihn im letzten Jahrzehnt stark beeinflußt.

Roman Scheidl pendelt in seiner Arbeit seit vielen Jahren zwischen den beiden Polen, der Tuschepinselzeichnung und der Ölmalerei hin und her .

Bei der Tusche auf Papier zeigt er eine außergewöhnliche Meisterschaft in der Pinselführung, der leere Raum spielt eine wichtige Rolle und die schnelle und sichere Hand. In der Pinselzeichnung ist eine Verwandtschaft mit den Traditionen des Ostens festzustellen, das Ein- und Ausatmen des Universums begleitet den Pinselstrich und läßt dabei Bilder entstehen, die sich zu bewegen scheinen. Der Tanz spielt oft eine große Rolle und die abstrakten Kürzel in den Zeichnungen umschmeicheln die kleine Erzählungen wie fliegende Elemente.

In der Ölmalerei hingegen spricht er aus der europäische Tradition. Das Licht, der Rhythmus und der Farbauftrag vereinen sich in seinem zentralen Anliegen, der Bewegung. Manchmal hat man das Gefühl, wenn man wegschaut und zurück aufs Bild, hat es sich bewegt.
Bewegung, Licht, Thema und Raum bleiben seit vielen Jahren das zentrale Anliegen.

Die Auswahl, die in der Galerie Schafschetzy zu sehen ist, reicht von den französischen Frauen und den Tanzzeichnungen hin bis zu den Bildern, die von einem starken, südlichen Farblicht durchflutet sind. Die Auswahl zeigt neben neuen Arbeiten aus 2011 und 2012 ebenso Bilder und Zeichnungen aus früheren Schaffensperioden, aus Paris und Japan. Es zeigt sich, daß vieles schon früh begonnen wurde, aber erst heute zur Reife gekommen ist.

Roman Scheidl, Der Komet, 2011
Öl/Lwd., 123 x 167 cm