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Johannes Deutsch

Zeit-Perlen

 GALERIE SCHAFSCHETZY
 04.06. - 05.07.2008

Vernissage: am Dienstag, 03.06.2008, 19:00 Uhr


Johannes Deutsch

Zyklus Zeit-Perlen

Der neue Zyklus entsteht seit 2006 und ist der Versuch literarische und kulturgeschichtliche Eindrücke in einer visuellen Welt zu entfalten.
Themen aus den Metamorphosen des Ovid erscheinen im Zyklus eingestülpt in Kulissen. Es sind persönliche Beobachtungen, welche auf die Schirme einer gedachten Bühne projiziert werden. Entstanden sind die Bilder nach dem Modell eines Stilllebens in welches man sich tranceartig versenkt, bis sich die Gegenstände und Kulissen in lebendige Welten verwandeln.

Zeit-Perlen entfaltet die Wachtraum-Bühne einer Opernsängerin.

In ihren Träumen erinnert sich die Sängerin Celeste an die Geschichten und Themen der Kunstgeschichte, der Oper und des Films. Mit diesen Erinnerungen durchläuft sie auch ihr persönliches Schicksal, da sie zwischen dem Zitat, der eigenen Erlebnisse und jenen in ihren Rollen als Sängerin changiert.
Nach ihrem großen Opernauftritt am Vorabend tritt Celeste am Morgen in die Veranda ihres Hauses. Noch ihren Träumen nachhängend, vermischen sich ihre Gedanken mit dem Blick aus den Fenstern. Die Morgendämmerung und das erste Licht dringen durch die Glasscheiben. Allmählich weitet sich die Veranda und wird zur Kulisse eines imaginären Theaters.
Auch die Gedanken der Sängerin beginnen sich gleich Filmen zu bewegen. Celeste scheint nicht mehr aus ihrer Veranda zu sehen, wie in einem Kaleidoskop wirbelt es vor ihren Augen die Stücke aus der Erinnerung. Überall flirrt das Gesicht eines Mannes, die Veranda wird zum Gesicht, zum Gesichtsraum. Celeste ist gefangen, die Glasscheiben ihrer Veranda sind zur Gänze zum Bild eines Gesichtes geworden. Infernos und Paradiese tauchen auf den Kulissen auf.

Johannes Deutsch

1960 am 22. Oktober in Linz geboren
1990-92 Postgraduate-Studium am Städelschule - Institut für Neue Medien, Staatliche Hochschule für Bildende Künste Frankfurt

Einzelausstellungen (Auswahl)
1992 Neue Galerie am Landesmuseum Joanneum, Graz, Computerbildsequenzen (Kat.)
Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig, Wien, Symbiose zwischen Film und Malerei (Kat.)
1998 Kunstmuseum Bonn, Bonn, Frankfurter Kunstverein, Frankfurt, Kunsthalle Krems, Krems,
Aus dem Zentrum der Verflechtung (Kat., CD-ROM)
2000 Künstlerhaus, Wien, Paarlauf der finsteren Trichter (Kat.)
2003 Ars Electronica Center, Linz, Computerbilder 1989-2002 (Kat.)
2007 Museum der Moderne Mönchsberg, Salzburg, Vision Mahler - Video, Partituren, Skizzen

Ausstellungsbeteiligungen (Auswahl)
1991 Österreichische Galerie am Oberen Belvedere, Wien, Képtár-Museum, Szombathely, Junge Österreicher (Kat.)
1994 Neuer Berliner Kunstverein, Berlin, Borderlines (Kat.)
1997 Sala Parpalló, Valencia, Positionen österreichischer Malerei heute (Kat.)
1998 Bielefelder Kunstverein-Museum Waldhof, Bielefeld, Weltbilder (Kat.)
1999 Museum Ludwig, Köln, Serien und Konzepte in der Photo- u. Videokunst
2000 Museum Ludwig, Köln, Zeitgenössische Positionen der Architekturphotographie
2001 Ars Electronica Festival 2001, Linz, Takeover; What Will Remain (Kat.)
2002 Ars Electronica Festival 2002, Linz, Unplugged; Gesichtsraum-CAVE (Kat.)
2003 Oberösterreichische Landesgalerie, Linz, Archetypen - Zum Verhältnis von Gegenwartskunst und Antike (Kat.)
2004 Palazzo Bricherasio, Turin, APT Gallery, London, Aqua, Vita et Mors (Kat.)
Residenzgalerie Salzburg, Salzburg, Beredte Hände (Kat.)
2006 Museum für Gegenwartskunst Stift Admont, Admont, Paradiesische Paramente – Paradiesische Kulissen
Museum der Moderne, Salzburg, Les Grands Spectacles II – Kunst auf der Bühne (Kat.)
2007 Opelvillen Zentrum für Kunst, Rüsselsheim, Klang im Bild
Museum für Gegenwartskunst Stift Admont, Admont, Kunst zum Begreifen (Kat.)

Medienkunst Projekte (Auswahl)
1990-92 Realisierung des computerunterstützten Videos am postgraduierten Städelschule-Institut für Neue Medien in Frankfurt (Dauer 23:30 min, Slg. Oppenheim Kunstmuseum Bonn)
2001-02 Entwicklung und Produktion des Drehbuchs und der Komposition der Virtual Reality – CAVE Installation
Gesichtsraum (Auftragswerk des Artist-in-Residence-Programms des Ars Electronica Centers Linz)
2003-04 Entwurf und Realisierung der interaktiven 3D-Visualisierung der Oper Das Rheingold von Richard
Wagner (gemeinsam mit Ars Electronica Futurelab Linz, als Ars Box Applikation)
2004-05 Entwurf und Realisierung der interaktiven 3D-Visualisierung und interaktiven 3D-TV-Version der II. Symphonie von
Gustav Mahler für das Festkonzert zum 50-jährigen Bestehen des WDR in der Kölner Philharmonie
(gemeinsam mit Ars Electronica Futurelab Linz, als Ars Box Applikation)