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Heimspiel 3

Landschaften

 GALERIE SCHAFSCHETZY
 28.07. - 25.08.2007

Vernissage: am Freitag, 27.Juli 2007, 19:00 Uhr


Erika Lojen, Gerhard Lojen, Alfons Pressnitz, Isa Riedl, Kurt Stadler

Fünf KünstlerInnen aus drei Generationen beschäftigen sich unter Verwendung  verschiedenster Medien mit dem Phänomen Landschaft. Bei aller Unterschiedlichkeit der  Blickwinkel und Herangehensweisen an dieses Thema scheint ihnen ein Aspekt gemeinsam zu sein, der sich mit dem von Thomas Morus geprägten Begriff Utopie (aus griech. ou  „nicht“ und topos „Ort, Land, Gegend)“  umschreiben lässt.

Erika Lojen

Im Gegensatz zur Tradition der künstlerischen Verfremdung verweigert Erika Lojens künstlerisches „Auge“ geradezu jede technische Verfremdungsstrategie und dennoch wirken die Aufnahmen in hohem Maße sowohl malerisch, als auch abstrahierend. Die vorliegenden Fotoarbeiten zeigen augenblickshafte Momente ephemerer Phänomene in höchster malerischer Ausdruckskraft. Abgebildete „Gegenständlichkeit“ und Zeitsequenz werden hier zu einer poetisch – sinnlichen Komposition verdichtet, deren dominantes Thema wohl die modellierende Kraft des Lichtes ist.

Erwin Fiala, Kultur- und Medienphilosoph, Graz 2005

Gerhard Lojen

Gerhard Lojens Bilder erschauter Landschaften

… führen zur Verinnerlichung, zu einem freien Ansatz der Phantasie, die sich als stimmungs- und gefühlsbetonte malerische Sensibilisierung niederschlägt.

In diesem Bereich konkretisieren sich die Seherfahrungen aus der Umwelt sehr oft nicht gegenständlich, werden Abstraktionen belassen, auch dann, wenn die Natur thematisiert wird. Die Natur wird gesteigert, gereinigt, im kleinen Ausschnitt oder in kosmischer Perspektive gegeben, und fast immer ist der Raum abstrakt oder als Problem thematisiert oder mitthematisiert. …

Wilfried Skreiner, Leiter der Neuen Galerie am Landesmuseum Joanneum, Graz, 1986

Alfons Pressnitz

Zeigt Malereien und Collagen, die landschaftliche und häusliche Idyllen in der Darstellung befragen. Der Titel „Broken Places“ (engl. Gebrochene Plätze/Orte) stellt die Möglichkeit eines assoziativen Zugangs zur Arbeit dar und ihr zentrales Thema vor.

Isa Riedl

Sie sind wie Inseln im schnellen Fluss des Verkehrs, umringt – eingekreist – begrenzt von den fahrenden Vehikeln, von der Autobahn eingerahmt sind sie nicht betretbar. Sie tauchen plötzlich auf und reizen unsere Augen, unsere Gedanken, interessieren uns vielleicht. Aber bevor man sich dessen vergewissern kann, sind sie auch schon wieder vorbeigezogen und hinter dem fahrenden Auto verschwunden.

Bei Isa Riedls Serie “unberührte länder“ handelt es sich um Wälder, Haine, die bei Autobahn Auf- und Abfahrten umkreist werden, aber dennoch unnahbar bleiben. Gezeigt werden Arbeiten aus 3 Serien, „unberührte länder“ (2007), „meine bleibe“ (2004), und „3 journeys“ (2004).

Kurt Stadler

Seine Bildgruppen aus der Serie NY Moon, 2005 in New York entstandene Photographien, zeichnen die durch Bewegen der Kamera während des Auslösens entstandenen Lichtspuren des Mondes am Nachthimmel über einem Con Edison Kraftwerk am East River nach. Sie reflektieren damit in polyperspektiver Weise die Kombination von einer indirekten natürlichen mit ebenfalls indirekten künstlichen Lichtquellen. Ein aus diesen Lichtbildern bestehender Film transformiert deren gefrorene Bewegung in eine filmische, wobei die Einzelbilder bei einer Framerate von 2,5 statt der üblichen 25 Frames pro Sekunde visuell wahrnehmbar bleiben.