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Anton Petz

synchron

 GALERIE SCHAFSCHETZY
 13.10. - 18.11.2006

Vernissage: am Donnerstag, den 12. Oktober 2006, um 19:00 Uhr


1962 geboren in Graz, lebt in München
1981-87 Studium an der Akademie der Bildenden Künste, Wien
1987 Würdigungspreis des Bundesministeriums
Akademiefreundepreis
Auslandsstipendium Madrid
1993 - 1997 Gastprofessor an der Akademie der Bildenden Künste, Wien
1996 Anerkennungspreis, Bauholding Kunstpreis für Malerei, Klagenfurt
1997 Plakatgestaltung, „Große Kunstausstellung“, Haus der Kunst München
seit 2001 Mitglied des Beirats, Kunstverein Rosenheim

Anton Petz beschäftigt sich in seinen großformatigen Ölbildern mit der Frage nach der Bedeutung und Wirkung von massenmedial verbreiteten Bildern und dem damit verbundenen Realitätsanspruch. Der Künstler lässt die vom Fernsehen und den Zeitungen transportierten Bilder, die als vermeintliche Faktenweitgehend unsere Wahrnehmung prägen, direkt in seine Kunst einfließen. Im Zentrum seiner Bestandsaufnahme stehen Darstellungen von Menschenmassen. Die mit gestischen und zielsicher gesetzten Pinselstrichen gemalten Bilder beabsichtigen keine nähere Kennzeichnung der Einzelpersonen. Wie in den Medienberichten werden sie nur als Teil einer bestimmten Gruppe wahrgenommen. Petz verliert sich nicht im kleinen naturalistischen Detail. Es geht ihm um größere Zusammenhänge. So setzt auch erst ab einer gewissen Distanz zur Leinwand der so genannte Wiedererkennungseffekt dieser zwar vertraut anmutenden Bilder ein, deren Farben und formale Gestaltung jedoch deutlich von der Überschärfe des gepixelten Fernsehbildes abweichen. Diese künstlerische Umsetzung bewirkt eine neue Sichtweise und lädt zum Nachdenken über das Dargestellte ein.

 „synchron“, der Titel der Ausstellung weißt auf die Gleichzeitigkeit der einzelnen Szenen hin, die im Fernsehen in so genannten Nachrichtenblöcken zeitlich hintereinander gezeigt werden. Wartende Menschen im Regen, eine energiegeladenen Partystimmung einerseits, Gefangenschaft, Folter und Katastrophen andererseits. Durch die gemeinsame Präsentation im Galerieraum, die Gegenüberstellung und die gegenseitige Beeinflussung der einzelnen Bilder entsteht ein inhaltlich-politisches Spannungsfeld, ein Raum zur gesellschaftlichen Reflexion.