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Positionen Junger
Fotografie

Andrea Mühlbacher,Ulrike Neubauer,
Erwin Polanc ,Maria Schneider,Michael
Ferdinand Schuster,Martin Slobodenka


  GALERIE EUGEN LENDL
 31.08. - 10.09.2011


Vernissage am Dienstag, dem 30. August 2011, um 18.00 Uhr


In den letzten Jahren ist in der Tradition und Nachfolge des Fotoklubs TVN Graz (Leitung Prof. Ing. Erich Kees) eine neue Generation junger Fotografinnen und Fotografen in Graz herangewachsen. Verschiedene Aspekte in der Stadt Graz haben zu diesem Umstand beigetragen. Mit der Kulturvermittlung Steiermark und der Ausbildung im multimedialen Fotografiebereich an der Ortweinschule haben sich sowohl im Ausbildungs- wie im Ausstellungsbereich umfangreiche Möglichkeiten für diese junge Generation ergeben. Dieses Szenarium wurde von den jungen Fotografinnen und Fotografen sehr gut genutzt, und das fotografische Leben hat sowohl in angewandter wie auch in künstlerischer Hinsicht einen großen Aufschwung erlebt. Da in letzter Zeit auch die renommierte Galerie Lendl vermehrt künstlerische Fotografie präsentiert, wurden die Möglichkeiten für künstlerische Arbeiten junger Fotografinnen und Fotografen der steirischen Szene signifikant gesteigert. In dieser Ausstellung werden sechs junge Künstlerinnen und Künstler vorgestellt. Sie zeigen Arbeiten die innerhalb der letzten Monate entstanden sind. Gemeinsam sind den Fotografien dieser Ausstellung ein sehr empfindsamer Zugang zu den Inhalten, die von den einzelnen Künstlerinnen und Künstlern thematisiert wurden, bzw. auch die breite Palette der angewandten medienspezifischen Darstellungsausführungen und Präsentationsformen innerhalb der einzelnen ausgestellten Bilder und Serien. Die Arbeiten dieser Ausstellung stellen sowohl in mediendiskursiver wie medienangewandter Form spannende Erlebnisse neuer junger Fotografie dar. Die ausgestellten Arbeiten beschäftigen sich mit Menschen und deren Umfeld in einer „ländlich-urbanen“ Marktgemeinde, untersuchen die Darstellungsmöglichkeit von Landschaft, zeigen Bilder der „kleinen Flucht“ aus der Stadt anhand von vergänglicher Zeltarchitektur im Badeteichambiente. Sie setzten sich mit der Visualisierung medientheoretischer und medienreflexiver Phänomene auseinander, thematisieren den funktionellen Wohnbau mit dem fast spurenlos innewohnenden anonymen Individuum, oder untersuchen die Möglichkeiten der Irritation durch spezifische Anwendung fotografischer Gestaltungsparameter. Die gezeigten Arbeiten zeichnen sich durch die mannigfaltigen Möglichkeiten sensibler Themenumsetzung, ideenspezifischer Medienhandhabung und medienkritischer Auseinandersetzung aus.
Wolfram Orthacker