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Mara Mattuschka und
Emmerich Weissenberger

Gefährten


  GALERIE EUGEN LENDL
 22.09. - 23.10.2010

Vernissage: am Dienstag, den 21. September 2010, von 18:00 bis 21:00 Uhr
Eröffnungsrede: Dr. Univ.-Doz. Alfred Strigl



Mara Mattuschka sagt über ihre Malerei: „In meiner bulgarischen Kindheit malte ich Ikonen. Und immer noch, nach all den Jahren, muss ich mitunter beim Malen ein inniges Gebet ausstoßen, das ungefähr so geht: „Erscheine, oh wer auch immer Du seiest, in Deinem ganzen Lichte mir...“ Ich nehme mich zum Anlass. Ich benutze mich als Modell, gemeint ist aber irgendein Körper, irgendein Gesicht. Ein jeder hätte es sein können. Ich erscheine darin als Vertreterin der Menschheit. Ich stelle die Frau, den Mann, das Kind dar – in diesem Sinne sind die Bilder performativ. So wie der Schauspieler nicht die Figur ist, die er darstellt, so ist die Person auf den Bildern nicht Mara Mattuschka“. Und noch etwas: „ Malerei ist psychoaktiv, ekstatisch. Oft weine und lache ich beim Malen – ich würde mir wünschen, dass sich ein Teil dieser Emotionen materialisieren möge auf der Leinwand. Oder sie sollten sich in kinetische Energie verwandeln, dann würden die Bilder aus eigener Kraft zu schweben beginnen! Dann müsste man sie nicht mehr hängen!“

Emmerich Weissenberger versteht seine Arbeiten als ein Vor-Fühlen zyklischer Bewegungen im Menschheitsgeschehen.

Er sagt:“ Nach meiner Erfahrung sind die Themen der Menschheit zyklisch, haben einen Rhythmus, der sowohl im Grossen als auch im Kleinen fühlbar ist. Für mich ist es ganz deutlich, dass sich alle wichtigen Bewegungen zu allererst in der Kunst bemerkbar machen. Meine Malerei ist also eine Vorbereitung auf künftige Schritte unseres Erkenntnisweges. Meine Empfindungen führten mich von den Zyklen

„Die Nachwanderer“,

„Das Erwachen des Schläfers“,

den „Geistbildern“,

dem „Opfer“ zu

„Wiederkehr und Gericht“.

Emmerich Weissenbergs Gedanken kreisen auch immer wieder um das Thema der Menschenwürde.

Mara Matuschka, Emmerich Weissenberger und andere KünstlerInnen werden hier das Thema Würde des Menschen in laufenden Aktionen durch ihre individuellen künstlerischen Aktionen sichtbar machen.