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Nowhere

Valerie Sullivan Fuchs, Thomas DeLisle, Sarah Lyon, Cynthia Norton, Maiza Hixson


  GALERIE EUGEN LENDL
 03.10. - 05.11.2005

Vernissage: am Samstag, den 1. Oktober 2005, um 12:00 Uhr
Die Künstler und der Kurator sind anwesend.


"Die Ausstellung "Nowhere" benutzt die Stadt als Mittel um die Vorstellungen von Ort und Identität anzusprechen, die von innen und außen projiziert werden. Die in der Ausstellung vertretenen Künstler arbeiten alle in Louisville, Kentucky, einer Stadt mit der etwa gleichen Einwohnerzahl wie Graz, die an der Grenze zwischen Süden und Mittelwesten der USA liegt. Ihre Arbeit konzentriert sich in kritischer Manier auf örtliche Gegebenheiten, mit dem Ziel, Fragen über "was wir denken wer wir sind" und "was denken andere wer wir sind" aufzuwerfen.
Durch die Verwendung von Bildern, die sich auf den Ort, an dem sie leben, beziehen, bringen die Künstler Klischees ins Spiel, die Teil der alltäglichen Meinung davon sind, was dieser Ort ist. Dennoch geht es nicht um das Zelebrieren von Klischees sondern um die kritische Auseinandersetzung damit.
Während sie die provinzlerischen Impulse der Region untergraben, um eine mythologisierte und autonome Kultur zu vergegenständlichen, verwenden sie Ort und Geschichte als Mechanismen um andere, realere Identitäten anzudeuten.
Sie transformieren das Provinzielle von einem engstirnigen "Nowhere", das darum kämpft, die eigene wahrgenommene Bedeutung seines Selbst festzulegen und zu fördern, in ein "Nowhere", das ein Produkt der Marginalisierung durch dominante Zentren ist.
Diese Reflexion auf externe Wahrnehmungen wiederum zerbricht das Bild der Außenstehenden von einem engstirnigen provinziellen Ort. Die Künstler greifen das dominante Zentrum an, indem sie projizierte Identitäten in Frage stellen, so dass dieses "nowhere" nicht ganz das Gleiche ist wie jedes andere "nowhere"." Julien Robson

Die Ausstellung umfasst Videoarbeiten, Werke, die auf Fotografie
basieren und eine Performance von fünf Künstlern aus Louisville.