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Thomas Baumann

"A lot of nots" - (spiralmöbel)


  GALERIE EUGEN LENDL
 25.08. - 02.10.2004

 

Vernissage: am Dienstag, dem 24. August 2004, um 18:00 Uhr


A lot of nots... der Titel einer Installation - Spiralmöbel aus gebogenem, in sich verwickeltem Eisenrohr- zwei Hocker, ein Tisch, eine Stele entwickelt in Zusammenarbeit mit Mathis Esterhazy, dazu eine Text / Ton Installation: Eine Hommage an Thomas Bernhard, welcher in Interviews nach einem Satz, einer (mitunter provokanten) Behauptung oder Ausführung oft ein augenzwinkerndes "NICHT..." setzte. Ein "Nicht" mit Fragezeichen Rufzeichen Punkt Bindestrich. […]

Die Skulpturen / Spiralmöbel selbst: ausgehend von der Spirale, in Mathematik, Natur, Kultur, Technik, DNA… präsent, sind eine Verkn üpfung aus Aluminium und Plexiglas. Oder anders gesagt: Bernhard, Tatlin und die Besucher treffen sich an einer Bar mit einer Stele.

Außerdem zu sehen sind großformatige Bilder, gemalt von der Maschine – einem von Thomas Baumann gebauten computergenerierten Plotter, zweidimensionale dicht überlagerte Strichführungen in Öl oder Tropfenformationen in Tusche.
Einzelne davon sind zum Teil wieder per Computer verfremdet und bearbeitet, dem Original verwandt als diffuse Farbfläche gedruckt - digitale Zwillinge.

Ebenso aus einer digitalen Bearbeitung hervorgegangen sind die färbigen Tiefdrucke der Motive aus plot:bach, die in ihrer filmischen Umsetzung kombiniert mit einer Fuge von J.S. Bach bereits bei der Eröffnung des Kunsthauses Graz an der Fassade zu sehen waren.
Durch vielfache zufällige Überschreibung und Verstärkung von einfachen geometrischen Zeichen wie Strich, Kreis oder Diagonale entstanden komplexe graphische Einzel-"Ornamente" mit einer durch differenzierte Schattierung erzielten Tiefenwirkung.
Digitale Kunst bearbeitet mit dem ersten Mittel der Vervielfältigung, dem Tiefdruck. Ein loop in die Vergangenheit zurück in die Zukunft.

Thomas Baumann arbeitet seit Jahren mit computergesteuerten selbstgebauten Maschinen und konsequent digitalen Bearbeitungen. Er nähert sich der digitalen Umsetzung über die einfachsten Elemente - den binären Code, der immer eine einfache Entscheidung: ein ja oder nein verlangt.
Aus diesem simplen Zugang konstruiert er komplexe Zusammenhänge, bildnerische und skulpturale Umsetzungen und sucht dabei die Zusammenarbeit mit Wissenschaft, Musik oder anderen Bereichen.