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Open House

  GALERIE KRANISTER
 24.06. - 01.07.2008

 


Dienstag, 24. Juni, 19 Uhr
Vernissage Christina Tsialis
Lesung aus ihrem Band „Der Fluss“
mit Burgschauspielerin Caroline Koczan

Freitag, 27. Juni, 19 Uhr
„Die Nacht der Poeten"
in Zusammenarbeit mit der Literaturgesellschaft Klosterneuburg
mit Lesungen der Autoren.
Zwischen den Lesungen Musik:
Nicole Fickert, Flöte
Judith Crow, Harfe

Samstag, 28. Juni, 19 Uhr
„Saturday Night Feaver“
Die Casinos Austria kommen mit einem original französischen Roulettetisch und Croupier.
Musik Su Milischowsky (Sax) und
Barbara Rektenwald (E-Piano)

Montag, 30. Juni, 19 Uhr
Der Abend der Wiener Musik
„Die Strottern“ bieten ein tolles Programm

Dienstag, 1. Juli, 19 Uhr
Die "Jazz-Nacht" mit dem “Vienna Traditional New Orleans Quartet” (Thomas Kukula – Klarinette, Walter Kortan – Trompete, Kurt Peyer – Banjo, Margit Schmidt – Kontrabass)
Höhepunkt des Abends:
Wahl der „ Miss Euro pro Namibia“.
Nicht die üblichen Kriterien sind maßgebend, sondern die junge Dame, die die meisten Stimmkarten (gegen Spenden erhältlich) auf sich vereint, gewinnt.

An jedem dieser fünf Abende wird es im oberen Teil der Galerie auch einen „Labungsstand“ geben, der jeweils von Förderern des Projekts betrieben wird: Landtagsabg. Architekt Willibald Eigner, Evangelische Pfarre, Klosterneuburg, Dietmar Spranz, Generaldirektor der Münze Österreich, Adolf Wala, ehem. Präsident der Oesterreichischen Nationalbank und Restaurant „Schwarzes Kameel“, Wien . Beim Eingangstisch gibt es Klosterneuburger Siegerweine und internationale Bioweine zu verkosten.
Bei allen Veranstaltungen freier Eintritt – Spenden für AIDS -Waisen in Namibia erbeten

„Kindern ohne Eltern
wieder Hoffnung geben"

Vor etwa 5 Jahren habe ich begonnen, in bescheidenem Rahmen für AIDS Waisen in Namibia im Rahmen des ersten OPEN HOUSE in der Galerie zu sammeln. Ich war überzeugt, dass es nicht schwierig sein könnte, für die Vergabe gute Partner in Namibia zu finden.

Bald musste ich aber erkennen, dass es da Probleme gab. Ich konnte nämlich niemanden finden, der die Bedingungen akzeptieren wollte:

- Name und Bild jedes geförderten Kindes mit kurzer Beschreibung der Situation
- Vorlage eines Jahresbudgets für das Projekt und
- Bericht über die Ergebnisse.

Nahezu ein Jahr hat es gedauert, bis ich auf Grund eines Berichtes in der „Allgemeinen Zeitung“, Namibias ältester Tageszeitung seit der deutschen Kolonialzeit, fündig wurde. Der Titel „Unterricht in der Wellblechgarage“ war ein Signal, dass es vielleicht doch ideale Partner geben könnte.

Chefredakteur Fischer stellte die Verbindung zu den Initiatoren her und siehe da:
Diese Leute sahen überhaupt kein Problem, diese Anforderungen ohne „WENN UND ABER“ zu erfüllen. Daraus ergab sich für mich die Frage: Warum wollen andere das nicht machen?
Da muss es doch Gründe geben.

Um sicher zu gehen, ersuchte ich noch unseren österreichischen Honorarkonsul und seine Tochter, sich unangemeldet die Aktivitäten im Elendsviertel Katutura anzusehen und mich über ihren Eindruck zu informieren.

Der Kommentar war sehr positiv und so kam der Kontakt zu Patricia und John zustande. Sie haben selbst vier Kinder und setzen sich mit all ihrer Energie für die Projekte der „Hope Initiative“ ein.

Innerhalb der letzten vier Jahre konnte ich mit ihnen ein „Back to School“ Programm finanzieren, in dessen Rahmen wir mit der heurigen Gruppe bereits insgesamt etwa 100 Kinder betreuen und eine einfache Grundlage ermöglichen konnten. Verbunden ist das Programm auch mit einem täglichen einfachen warmen Eintopfgericht, einer hygienischen Betreuung und einer jährlichen Versorgung mit einfacher Kleidung. Nach Abschluss des ersten Jahres konnten wir den drei besten Schülern dieser Klasse den Besuch einer dreijährigen öffentlichen Schule samt Verpflegung und Bekleidung ermöglichen.

Seit dem heurigen Jahr versuchen wir jenen, die aus dem „Back to School“-Programm herausgewachsen sind, einfache Fähigkeiten mit guten Betreuern zu vermitteln. In diesem Jahr wurde mit einem Projekt zur Anlage eines kleinen Gemüsegartens begonnen, aus dem bereits die tägliche Suppenküche zum Teil beliefert werden kann. Sobald die Ernteergebnisse darüber hinaus gehen, soll auch etwas davon verkauft werden, um einen kleinen Beitrag für das Budget zu erreichen.

Bei meinem einwöchigen Besuch in Namibia im April habe ich mit den beiden Leitern und ihren engsten Mitarbeitern, die nur für Anerkennungsbeiträge ihre Kraft zur Verfügung stellen, Ideen für weitere Gebiete in den kommenden Jahren entwickelt.

Der junge evangelische Pfarrer der Gemeinde führt diese Gruppe nicht nur in die christliche Religion ein, sondern vermittelt in diesem Programm auch einfache Computerkenntnisse.

Obwohl das alles nur als „Tropfen auf den heißen Stein“ gesehen werden kann, hat Chefredakteur Fischer von der Windhoeker „Allgemeinen Zeitung“ ermunternd gemeint, „es ist aber zweifellos ein sehr wichtiger Tropfen“. Das ist doch immerhin etwas - und sicher ist es besser als nichts zu tun.

W. Kranister