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Ivica Capan setzt sich seit langer Zeit ganz intensiv mit Malerei
auseinander. Er reflektiert die Entwicklungen, er kennt die Tendenzen,
er beobachtet die Rolle der Malerei in unserer Zeit, und er bleibt
sich dabei sehr treu: Seine Bilder sind grundsätzlich gegenstandslos,
ungegenständlich, und informell!
Capan: "Informell heisst formlos - ich sehe da Inhalte. Das war vor langer
Zeit, Reaktion auf Entfremdung, die durch verstärkte Industrialisierung
bla bla... Vorerst konnte sich die informelle Kunst dem Markt entziehen, war
autonom und zu nichts nutze, nutzlos. Und die Schönheit stellte sich ein,
ganz ungewolt. Da war Emotion und Individualität und es war politisch. ....
Und heute haben wir auch eine Zeit, und eine seltsam verschleierte
Entfremdung, die gar überhaupt nicht ein Bisschen versteckt ist und die trotzdem am liebsten
nicht wahrgenommen wird. Und die Kunst hat die besten Aussichten wenn sie in
irgendeiner Form (he, he, Form) mitmacht, etwas macht das wir sicher als aktuelles
Zeug erkennen, ein wenig verschoben vielleicht, aber nicht zu sehr.
Jetzt ist das nicht mehr interessant. Die Kunst hätte sich dem entziehen
sollen, autonom und asozial und nutzlos. Aber da verhungern wir alle ja.
Offenbar sind Veränderungen unvermeidlich, und man könnte auch anders
argumentieren (he, he, Form), dass die ganze Malerei gegenwärtig stinklangweilig
ist und niemanden interessiert, oder dass sich alles in der Kunst dermassen wiederholt
und immer blasser wird als würde man es immer wieder waschen, aber mir gefällt
es so besser, gesellschaftlich. Veränderungen sind natürlich ein wenig
gefährlich. Und da es sowieso keine leere Form gibt, versuche ich Informell
(Methode, Emotion) mit Inhalten zu verbinden. Malerei erzählt nicht." |

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