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Il Grifoncino - La Discoteca

Design 1960 – 1980
Präsentation der Original Nachtclub-Einrichtung des Hotel Grifone in Bozen/Italien von 1968

 KlausEngelhorn 22
 12.12.03 - 06.02.04

 

Vernissage: Am Donnerstag, den 11. Dezember 2003, um 19:00 Uhr


The "hottest spot" in town war ein kleiner Greifvogel, IL GRIFONCINO, ein Mini-Nachtclub in den Gewölben des ehemaligen Speck-Kellers des Hotels Grifone. Auf ganzen 70 m2 manifestierte sich der Esprit einer neuen Generation: anstatt der herkömmlichen dunklen, höhlenartigen Clubräume präsentierte sich dieser Raum in transparentem Plexiglas, PVC-Folien, verchromtem Plastik und dynamischen Lichteffekten.

Im tunnelartigen Raum gruppierten sich um eine Tanzfläche aus rostfreiem Stahl tonnenförmige Sitzelemente und Tische aus transparentem Plexiglas. Oberhalb der Tanzfläche war eine Art "Wespennest" aus verchromtem Plastik ausgebildet. Als Trennung zwischen Tanzfläche und Sitzbereich fungierten transparente PVC-Vorhänge in Wolkenform, die von der Decke hingen und eher akustisch als optisch motiviert waren. Wenige Farb-Spots konterkarierten das transparente, weisse Ambiente: an den Wänden entlang verlief die Silhouette einer Hecke aus dunkelgrünen Plexiglas-Platten, die Kissen der Sitze waren in popigem Pink gehalten. Als "Untergrund" diente ein dunkelblauer Teppichboden, der an die metallene Tanzfläche angrenzte.

Erst bei Aktivierung der Spezialbeleuchtung verwandelte sich das kühle Ambiente in ein Lichtspektakel der besonderen Klasse: die Tische und Barhocker waren von unten durch Schwarzlicht beleuchtet, was die Plexiglasmöbel in violette und blaue Körper verwandelte (ganz ähnlich funktionierte zum Beispiel der "Globo tissurato" von Ugo La Pietra oder der "Cespuglio di Gino" von Ennio Lucini, beide aus dem selben Jahr, 1968). Die transparenten und reflektierenden Materialien gewährleisteten vielfältige optische Reflexe. Zusätzlich war die Beleuchtung mit der Musikanlage gekoppelt, so dass der gesamte Raum von den Schwingungen der Musik und des Lichts durchdrungen war.

Cesare Casati und Emmanuele Ponzio, die beiden Architekten, sowie Gino Marotta, der die Wandgestaltung und die Wolkenvorhänge entwarf, schufen mit dem GRIFONCINO ein Ambiente, welches das Lebensgefühl der späten 60er Jahre perfekt widerspiegelte. Ettore Sottsass, 1969: "This is how we should live, in immense spaces with the sky and the air and room to do everything that comes in to our heads. To have enough room to live as a tribe, with people coming and going and greeting one another, with kisses, hugs, laughter, gossip, rooms for cartwheels and everlasting music and dancing.”

Im Untergeschoß der Galerie wird dieses Ambiente, das die Ästhetik der späten 60er Jahre so perfekt reflektiert, nachempfunden. Ergänzend zu den Nachtclub-Möbeln aus dem GRIFONCINO von 1968 werden im Obergeschoß der Galerie Design Ikonen aus den späten 60er Jahren sowie deren Neuinterpretationen zu sehen sein, wie Sitzmöbel von Eero Aarnio und Lichtobjekte von Ugo La Pietra.