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The "hottest spot" in town war ein kleiner Greifvogel,
IL GRIFONCINO, ein Mini-Nachtclub in den Gewölben des ehemaligen
Speck-Kellers des Hotels Grifone. Auf ganzen 70 m2 manifestierte
sich der Esprit einer neuen Generation: anstatt der herkömmlichen
dunklen, höhlenartigen Clubräume präsentierte sich
dieser Raum in transparentem Plexiglas, PVC-Folien, verchromtem
Plastik und dynamischen Lichteffekten.
Im tunnelartigen Raum gruppierten sich um eine Tanzfläche
aus rostfreiem Stahl tonnenförmige Sitzelemente und Tische
aus transparentem Plexiglas. Oberhalb der Tanzfläche war eine
Art "Wespennest" aus verchromtem Plastik ausgebildet.
Als Trennung zwischen Tanzfläche und Sitzbereich fungierten
transparente PVC-Vorhänge in Wolkenform, die von der Decke
hingen und eher akustisch als optisch motiviert waren. Wenige Farb-Spots
konterkarierten das transparente, weisse Ambiente: an den Wänden
entlang verlief die Silhouette einer Hecke aus dunkelgrünen
Plexiglas-Platten, die Kissen der Sitze waren in popigem Pink gehalten.
Als "Untergrund" diente ein dunkelblauer Teppichboden,
der an die metallene Tanzfläche angrenzte.
Erst bei Aktivierung der Spezialbeleuchtung verwandelte sich
das kühle Ambiente in ein Lichtspektakel der besonderen Klasse:
die Tische und Barhocker waren von unten durch Schwarzlicht beleuchtet,
was die Plexiglasmöbel in violette und blaue Körper verwandelte
(ganz ähnlich funktionierte zum Beispiel der "Globo tissurato" von
Ugo La Pietra oder der "Cespuglio di Gino" von Ennio
Lucini, beide aus dem selben Jahr, 1968). Die transparenten und
reflektierenden Materialien gewährleisteten vielfältige
optische Reflexe. Zusätzlich war die Beleuchtung mit der Musikanlage
gekoppelt, so dass der gesamte Raum von den Schwingungen der Musik
und des Lichts durchdrungen war. Cesare Casati und Emmanuele Ponzio, die beiden Architekten, sowie
Gino Marotta, der die Wandgestaltung und die Wolkenvorhänge
entwarf, schufen mit dem GRIFONCINO ein Ambiente, welches das
Lebensgefühl der späten 60er Jahre perfekt widerspiegelte.
Ettore Sottsass, 1969: "This is how we should live, in immense
spaces with the sky and the air and room to do everything that
comes in to our heads. To have enough room to live as a tribe,
with people coming and going and greeting one another, with kisses,
hugs, laughter, gossip, rooms for cartwheels and everlasting
music and dancing.”
Im Untergeschoß der Galerie wird dieses Ambiente, das die Ästhetik
der späten 60er Jahre so perfekt reflektiert, nachempfunden.
Ergänzend zu den Nachtclub-Möbeln aus dem GRIFONCINO
von 1968 werden im Obergeschoß der Galerie Design Ikonen
aus den späten 60er Jahren sowie deren Neuinterpretationen
zu sehen sein, wie Sitzmöbel von Eero Aarnio und Lichtobjekte
von Ugo La Pietra. |




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