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Peter Klasen

"Life is beautiful"

GALERIE ERNST HILGER
 04.06. - 24.06.2003

 

Vernissage: 3. Juni 2003, 19.00 Uhr


„Life is beautiful“ tituliert der in Paris lebende gebürtige deutsche Künstler Peter Klasen seine Ausstellung in der Galerie Ernst Hilger. Die neuen Arbeiten dieser Serie führen in Klasens konfrontierende Bilderwelt aus realen und fiktiven Momentaufnahmen. Die Grenzen zwischen Realität und Fiktion verschwimmen dabei auf sehr eigentümliche Art und Weise. Ein unbehagliches Gefühl bleibt zurück.

Jeanette Zwingenberger schreibt in diesem Zusammenhang folgendes über Klasens Arbeiten:
„ Seit den sechziger Jahren zählt Peter Klasen zu den Mitbegründern der “Figuration Narrative”. In seinen Collagen-Bildern verarbeitet er die zeitgenössische Medienwelt : Fotografie, Illustrierte, Film, Werbung und medizinische Fachliteratur. Dabei konfrontiert er unterschiedlichste Bildstimulationen : Die Sensualität eines provozierenden Busens mit der Funktionalität eines Netzschalters. Sexappeal und Schrecken. Weibliche Reize in Opposition zu der Welt der Technik zeigen eine “Menschheit unter Hochspannung”, das Schlüsselwort Klasens.

Dieser fordert die Radikalität des Bildes, dabei reduziert er die Bildkomposition auf wesentliche Elemente, Bildausschnitte, schematisch und effektvoll. Der Künstler nährt sich von der Unmittelbarkeit der ihn täglich umgebenden Bilderflut, “meine Arbeit bezieht sich und reagiert auf das Weltgeschehen”. Die heterogenen Bildfragmente werden zu Piktogrammen, Reflektionen, über unsere drastische Gegenwart. Klasen stellt den Betrachter an die Wand, konfrontiert ihn mit einschlagenden Klischeebildern, die er auf seiner Leinwand jedoch zum Stillstand bringt wie einen Schmetterling aufpickt, bei ihm weicht die Nadel jedoch einer realen Schraube oder einer unruhig aufblitzenden Neonröhre. Seine Bilder appellieren an Fragen, die jeden von uns beschäftigen. Grundthemen sind Angst, Konfrontation mit Leiden, Aggressionen und Zerstörung. Sexuelle Anspielungen sind allgegenwärtig, bewusst denkt er die Bipolarität von Libido- und Todestrieb. ...“

Biografische Notiz
1935/55 geboren und aufgewachsen in Lübeck
1956-59 Hochschule der Bildenden Künste Berlin bei Hann Trier
Lebt und arbeitet seit 1959 in Paris

Zahlreiche Ausstellungen in Deutschland und Frankreich,
u.a. 2001 Les années Pop, Centre Georges Pompidou, Paris