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Nan Hoover

GALERIE ERNST HILGER
 13.12.2002 - 10.01.2003

 

Eröffnung: am 12. Dezember 2002, um 19:00 Uhr
Zur Eröffnung spricht: Mag. Carl Aigner, Kusthalle Krems.


„So, as you can see, most of my work explores perception, how we see, or in most cases today, that we do not perceive, we look but do not digest. I think the only way to stimulate the process of perceiving is to confuse, perhaps, to present a question, like Plato, to ask questions and not to give answers, for me there are no answers and our quest, our striving, our search, the search, is what interests me.“

Die GALERIE ERNST HILGER zeigt erstmals in Wien eine Auswahl an Foto- und Videoarbeiten der renommierten amerikanischen Künstlerin Nan Hoover.

Nan Hoover wurde 1931 in New York geboren und studierte von 1950-55 Malerei an der Corcoran Gallery Art School in Washington. 1969 übersiedelte sie nach Amsterdam. Ihre Aktionen, Performances, Zeichnungen, Gemälde und Videoarbeiten wurden in vielen Museen und Ausstellungen sowie auf Festivals in Europa und den USA präsentiert. Darunter waren Einzelausstellungen im Stedelijk Museum Amsterdam, in der Neuen Pinakothek München, im Kunsthaus Zürich, im Long Beach Museum of Art, Los Angeles, im Museum of Modern Art, New York und der Tate Gallery in London. Sie war Teilnehmerin der documenta 7+8 und hatte bis 1996 eine Professur für Video und Film an der Kunstakademie in Düsseldorf.

In der Wiener Schau kann mit Fotoarbeiten wie afternoon light, church 2, enclosed, impressions, movement from either direction color, national pinakotiki athen oder standing in blue Nan Hoovers künstlerisches Anliegen eindrucksvoll nachgezogen werden. Zwei ihrer zentralen Themen lassen sich herausfiltern. Zum einen der menschliche Körper, der entweder real im Raum agiert oder transzendiert durch Licht und Schatten dargestellt wird, welche wiederum Vorstellungen über das Fremde, Übermächtige und Grosse thematisieren. Zum anderen Natur, Landschaft und Architektur, welche in klaren Farben oder in düsteren Stimmungen eingefangen werden. In ihren Video- und Lichtinstallationen präzisiert Hoover diese inszenierten Szenarien über die Beziehung von Mensch und Umraum in langsam fortschreitenden Bewegungen. Sich ständig ändernde Konturen und Gesten des eigenen Körpers im Wechselspiel des Lichts sind dabei wichtige Gestaltungsmittel. Durch diese Licht-Schatten-Spiele in kleinsten Details erzielt sie Entfremdungen, welche als Zeichen wahrgenommen werden können. Dabei handelt es sich um aussagestarke Zeichen, die jedoch keine unmittelbaren Informationen liefern: Darstellungen von Unsichtbarem. Die Rezeption ihrer Arbeiten erfordert Zeit und Geduld.

Nan Hoover über ihre Arbeit in einem Brief: "So, as you can see, most of my work explores perception, how we see, or in most cases today, that we do not perceive, we look but do not digest. I think the only way to stimulate the process of perceiving is to confuse, perhaps, to present a question, like Plato, to ask questions and not to give answers, for me there are no answers and our quest, our striving, our search, the search, is what interests me."