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Anton Henning

Arbeiten 1988-92

GALERIE HILGER
 
12.04. - 08.05.2007

Vernissage: am Donnerstag, den 12. April 2007, um 19.00 Uhr


Eine Faktum: Anton Henning ist Autodidakt. Was das im Hinblick auf seine Arbeit genau bedeutet, ist weniger offensichtlich. Wenn wir unser Augenmerk auf Hennings Biografie richten, könnte es beispielsweise bedeuten, dass er den angeborenen Drang hat, zu malen oder dass er jedes seiner Bilder mit unvermittelbarer Energie auflädt, sich keinem Stil außer seinem eigenen verpflichtet. Genausogut könnte dieser Umstand auch nebensächlich sein und damit ohne Belang. Wie dem auch sei, dem Verständnis von Hennings  M a l s t i l  würde uns das nicht näher bringen.

Ein weiteres Faktum: Roberta Smith, Kritikerin bei der New York Times, beschrieb Hennings New Yorker Debüt so „Die neoexpressionistischen Leinwände dieses jungen Berliner Künstlers, großformatige Collagen und Zeichnungen zeigen eine versierte Mischung unterschiedlicher Stile: Julian Schnabel, George Condo, Joseph Beuys und Cy Twombly, dazu eine Prise Picasso zur Abrundung des Ganzen.“ Mit anderen Worten: Hennings künstlerische Arbeit offenbart eine Formel, die Stil und Namen der Künstler gleichsetzt - die Reduktion des Stils auf das biografische Subjekt.

Alan J. Hanson

Aus dem Katalog der Galerie Hilger, Sept. 91