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Julie Hayward / Christoph Urwalek

GALERIE ERNST HILGER
 17.04. - 12.05.2004

 

Vernissage: am Samstag, dem 17. April 2004, um 11:00 Uhr


Julie Haywards Skulpturen sind vielschichtig. Sie bewegen sich in Parallel- und Zwischenwelten. Die Künstlerin kombiniert geometrische, runde sowie organische Objekte miteinander. Ihre plastischen Arbeiten öffnen psychologische Zustandsbetrachtungen aller Art.

Aus einem abgeflachten, kegelförmig schräg stehenden Objekt treten Metallstränge aus, welche mit kleinen Kügelchen an ihren Enden bestückt sind. Der Besucher kann unten den erstarrten Fäden durchgehen. Zwei mit schwarzen Kugeln gefüllte Schalen komplettieren die Raumarbeit.

Eine weitere Schale stellt einen Teil des zweiten für die Ausstellung konzipierten Objekts dar. Diese Grossrauminstallation weist eine geschlossene Form auf, welche auf eine Seite Einblick in das Innere gewährt. Auch hier befinden sich schwarze Kugeln. Durch die Einsicht in die maschinenbauähnliche Arbeit sowie die Schalenobjekte erschliesst die Gesamtrauminstallation beider Arbeiten einen nächsten imaginären Ort.

Christoph Urwalek legt mehrere dünne Schichten von Ölfarbe übereinander. Seine Arbeiten führen ins Zentrum des Umgangs mit Farbe in Bezug auf ihre malerischen Möglichkeiten. Filigrane Gespinste, bewegte Farbschleier und Reflexionspunkte schieben sich in den Vordergrund, bleiben dort uneindeutig, ob sie Hindernisse sein wollen, oder doch lieber Rettungsanker. Sie schwingen vor der Unbestimmtheit stimmungsvoller aber kühler Landschaften aus unscharfer Bewegung im Hintergrund. Wenn auch die Bildebene losgelöst scheinen von Konturen eines realen Motives zugunsten einer analytisch reflektorischen Suche nach bildgebenden Strukturen, so spürt man doch den vagen Bezug zu Ausschnitten in aus der Natur.
Christoph Urwaleks Bilder funktionieren wie Modelle, die auf Strukturen verweisen, aber nur bedingt Bezug zur Bildrealität haben. Die Frage nach der Identität eines Bildes gerät zu einer Art offenen Bewegung.

Kurzbiografien und Ausstellungslisten (Auswahl)
Julie Hayward
1968 in Salzburg geboren
1987-93 Hochschule für Angewandte Kunst, Wien
2002 New York Stipendium des Landes Salzburg
Lebt und Arbeitet in Wien
1999 "Sleeping along & My Personal Rockets", Galerie Eboran, Salzburg (E)
"Junge Kunst aus der Sammlung Morgenbesser", Kunstvein Horn
2000 "Unter Anderem Wir unter Uns", Galerie Blumberg, Wien (E)
"Sweet Lullaby...", Galerie Academia, Basement, Salzburg (E)
2001 "Fallobst", Sammlung Essl, Klosterneuburg
"Central - Neue Kunst aus Mitteleuropa", Museumsquartier, Quartier 21, Wien
2002 "Home Sweet Home", Projektraum Victor Bucher, Wien (E)

Christoph Urwalek
1967 geboren in Wien
1990-95 Akademie der Bildenden Künste in Wien, Meisterschule Grafik bei Prof. Melcher und Prof. Damisch
Seit 1996 Lehrauftrag für Grafik an der Akademie der bildenden Künste Lebt und Arbeitet in Wien
1998 Galerie Ernst Hilger artLab, Wien (E)
"Virtual Reality - Die Sammlung der Bank Austria", Palais Palffy, Wien
1999 Kupferstichkabinett der Akademie der bildenden Künste (E)
2000 Galerie Ernst Hilger artLab, Wien (E)
2001 "Fa Presto", Price Waterhouse Coopers (E)
2002 k.haus:salon, Künsthaus Wien
Central, Mannheimer Kunstverein
2003 Edition Barbara Spahn, Darmstadt