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Christoph Schwarz

 

 GALERIE FREY
 04.05. - 19.05.2013

 

Vernissage: am Freitag, dem 03. Mai 2013 , um 19:00 Uhr


Im Guerillakampf (mit) der Kunst

Ab 03. Mai 2013 tritt Christoph Schwarz in der Galerie Frey, Wien im Rahmen des Vienna Gallery Weekend in drei Kurzfilmessays als Erzähler zwischen Realität, Fiktion Kunst und Leben auf. Die Vernissage von „Der Sender schläft“, „Rhodopia“ und „Krochacarraldo“ findet am 03. Mai 2013 um 19.00 Uhr statt. Die Filmessays sind von 4. Mai bis 19. Mai 2013 in der Galerie Frey zu sehen.

Christoph Schwarz nimmt in seinen Projekten universelle Positionen und Funktionen ein: einerseits übernimmt er die Rolle des Darstellers und des Regisseurs, gleichzeitig tritt er als Kameramann und Postproduzent auf und stellt sich selbst als reflexiver Künstler um seine Projekte.

Dem Guerilla filmmaking verpflichtet, verfolgen die Betrachter Christoph Schwarz in „Der Sender schläft“ (AUT, 2013, 26 min.) beim Entwickeln seines „Fernsehkunstwerks“ im Rahmen des „ORF III Artist-in-Residence“, das im März als erster Beitrag dieser Reihe ausgestrahlt wurde. Die Atelierwohnung, derLebensmittelpunkt des Künstlers, wurde für mehrere Wochen ins ORF Zentrum auf den Küniglberg verlegt. Die entstandene flotte und gleichzeitig in sich kritische Komödie, spiegelt den Widerspruch zwischen künstlerischem Output und Massenmedium Fernsehen wider.

Für „Rhodopia“ (AUT/BUL, 2012, 11 min.) trat Schwarz eine Reise nach Bulgarien an: gebeutelt von einer existentiellen Lebenskrise, nimmt der Künstler eine Einladung auf ein Künstlerstipendium als Vorwand, um noch einmal komplett neu anzufangen. Mit ungeschönter Ehrlichkeit spricht der zweite Filmessay von den intimsten Ängsten einer Generation, die auf größtmögliche Individualität getrimmt wurde, und dadurch eine starke Sehnsucht nach klaren Werten und Gemeinschaft entwickelt.

Bei „Krochacarraldo“ (AUT, 2013, 17 min.) verschwimmen abermals Realität und Kunstwelt zu einer undefinierbaren Masse: Angelehnt an Werner Herzogs Tagebuch „Die Eroberung des Nutzlosen“ werden die Unwägbarkeiten des Filmemachens im Rahm einer Film-im-Film Konstruktion auf Schwarz’ Lebenswelt umgemünzt. Gleichzeitig greift Christoph Schwarz einen „Wiener Jugendkulturhype“ auf, der längst in Vergessenheit geraten ist.