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red


 GALERIE FREY
 31.01. - 17.03.2007

 

Vernissage.: am Dienstag, den 30. Jänner 2007, um 19.00 Uhr


Die Galerie Frey zeigt ab 31. Jänner 07 eine Ausstellung unter dem Titel „red“, an der fast alle Künstler und Künstlerinnen der Galerie beteiligt sind. Darüber hinaus finden sich Namen wie Hermann Nitsch, Gunter Damisch, Christian L. Attersee, Uta Peyrer, Karl Prantl, Anselm Glück und Hans Staudacher, deren Werke ebenfalls in dieser Schau zu sehen sind. Allen ausgestellten Werken ist etwas gemein, dass sich auf den ersten Blick recht einfach aus dem Titel der Ausstellung erklären lässt, bei näherer Erläuterung jedoch auf einen von Humanität und sozialem Engagement geprägten Ansatz zurückzuführen ist. Auf den ersten Blick, wie erwähnt, zeichnet alle ausgestellten Arbeiten Ihre farbliche Tendenz zu allen Facetten von rot aus. Diese Farbe bestimmt vorrangig den Grundtenor der malerischen Arbeiten, sei es jener von Attersee, Hermann Nitsch, Harald Gangl, Tom Fleischhauer, Veronika Dirnhofer, Anselm Glück, Lilo Schrammel, Bernard Ammerer, Gabriele Chiari, Stylianos Schicho, und vielen anderen. Dabei haben die Künstler und Künstlerinnen teilweise selbst Arbeiten zu diesem Leitthema geschaffen, oder zumindest ausgewählt. Nun, die Idee eine, Ausstellung als „red“ zu bezeichnen und rote Bilder zu zeigen, in Anlehnung an eine Art „Fete blanche“, scheint doch etwas zu grob gestrickt. Und tatsächlich verbirgt sich hinter „red“ eine Kampagne mit eben diesem Titel, die als Teil des Global Fund von U2 Sänger Bono, Kofi Annan und Bobby Shriver ins Leben gerufen wurde. Der Global Fund selbst wurde 2002 u.a. vom ehemaligen Generalsekretär der Vereinten Nationen Kofi Annan zu dem Zweck gegründet, AIDS, Malaria und Tuberkulose in Afrika zu bekämpfen. Bis zum jetzigen Zeitpunkt hat der Global Fund 6,6 Billionen US$ für 460 Hilfsprogramme in 136 Ländern zur Verfügung gestellt. Die Kampagne „red“ verfolgt die Idee, dass große Konzerne, deren Marken ikonenhafte Wirkung besitzen, ein oder mehrere Produkte auf den Markt bringen, die rot sind oder zumindest der Kamapgna „red“ angehören. Beim Kauf eines jeden solchen Produktes liefert der Konzern nun einen gewissen Prozentsatz des Verkaufspreises oder einen Fixbetrag an den Global Fund. Wie auch auf www.joinred.com zu sehen ist, haben u.a. American Express (eigene rote Kreditkarte), Converse, Emposio Armani, Apple (mit rotem ipod), Motorola (mit rotem Handy) daran teilgenommen und beträchtliche Summen dem Global Fund zuschießen können. Dies ist nun der Ansatzpunkt für die Ausstellung in der Galerie Frey: Die Galerie Frey beteiligt sich mit ihren Künstlern und Künstlerinnen offiziell an dieser Kampagne. Von jedem verkauften Bild gehen 20% des Nettoverkaufspreises an den Global Fund. Es ist eine außergewöhnliche Idee, welche das Geschwisterpaar Frey hier aufgegriffen hat – an dem regen Interesse und der Übergabe vieler hervorragender Kunstwerke für diese Schau ist abzulesen, dass es sich bei diesem Ausstellungskonzept um eine zeitgemäße, die starren Muster überwindende und vor allem frische Kunst-Inszenierung handelt, die wiederum das hohe Engagement und den Weitblick der von Andrea und Peter Frey belegt. Künstler und Künstlerinnen der Ausstellung sind: Bernard Ammerer, Christian L. Attersee, Gabriele Chiari, Gunter Damisch, Veronika Dirnhofer, Helmut Fian, Tom Fleischhauer, Harald Gangl, Anselm Glück, Erich Gruber, Peter Horejsi, Adrienn Kiss, Hermann Nitsch, Karl Prantl, Katharina Prantl, Uta Peyrer, Stylianos Schicho, Lilo Schrammel, Josephine Scianna, Hans Staudacher und Stefan Wykydal. Die Ausstellung ist bis zum 17. März 2007 zu sehen.

Mag. Sonja Traar, freie Kuratorin