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zeiten.folge

Idee und Konzept von Judith.P.Fischer, Niederösterreich


 ecoart Galerie
 20.10.2015 - 04.03.2016




ecoart Kommunikation über Bildende Kunst

Die Zeitenfolge regelt in der Sprachwissenschaft als grammatikalischer Begriff den Gebrauch der Zeiten in einem Satzgefüge. In der Ausstellung steht das Wort als Synonym für jene künstlerische Ordnung, die in einem räumlich-zeitlichen Koordinatensystem angesiedelt ist und die sich in allen Werken der Ausstellung widerspiegelt. Sie untersuchen Phänomene von Zeit und Raum und übermitteln uns daraus resultierende Informationen. Wir begegnen einer Außenwelt, mit der wir täglich konfrontiert sind, wir stoßen auf architektonische Innenräume und folgen ohne zeitlichen Grenzen der Begegnung zwischen den Ländern. Alle Künstlerinnen und Künstler verfügen über ein besonderes Raumverständnis und erkennen in der Geometrie ein System, dem sie sich unterwerfen, während sie sich dem strengen Diktat der Chronologie entziehen.

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Maria Geszler-Garzuly (HU) zeigt Werke aus Porzellan, das ihr als Trägermaterial für Informationen dient. Dabei wird das Porzellan zu Hohlkörpern, manchmal in Form eines Torsos oder eines Hauses, gedrückt oder zu Platten gepresst. Inhaltlich bringt die Künstlerin menschliche Beziehungen, Phänomene der heutigen Zeit, Räume und Architektur in einer eigens entwickelten Siebdruck-Technik zum Ausdruck. Dabei bedecken die Zeichen, Schriften, Informationen wie eine Haut den jeweiligen Porzellankorpus.

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Fritz Ruprechter (NÖ), ein Meister der fein nuancierten Farbgebung beschäftigt sich mit der Wechselbeziehung von Licht und Schatten und nimmt bei der Präsentation seiner Arbeiten oft Bezug auf die Architektur. Seinem künstlerischen Forschen liegt sowohl eine spirituelle, theoretische und philosophische Wahrnehmung zu Grunde als auch eine geometrische Ordnung, in deren System der Wiederholung, Raum zum Verweilen und Innehalten geschaffen wird.

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Maria Temnitschka (NÖ) zeigt großformatige Ölbilder verwunschener Orte, Industriebauten und Szenarien, die in einem Farbspektrum zwischen Blau, Grau, Grün und Braun angesiedelt sind. Die Szenen sind menschenleer, weisen aber Spuren menschlicher Existenz in Form von einzelnen, vertrauten Alltagsgegenständen auf, wodurch sie nie trostlos, sondern lediglich verlassen wirken. In ihrem Detailreichtum und ihrer Vielschichtigkeit machen sie uns mit den Schnittmengen und dem Zusammenspiel von Zeit und Raum vertraut. Folgen wir ihren Spuren!

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Zsolt Tibor (HU), zeichnet eine fragmentarische Welt. Er greift Elemente aus einer höheren Ordnung heraus, fügt sie zu einem zeichnerischen Ganzen zusammen, verbindet Dinge miteinander, die in der vorliegenden Kombination so nicht vorkommen und entführt den Betrachter in einen utopischen unbekannten Kosmos.

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