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Judith P. Fischer

"bodyscapes"


  ECOART Galerie
 08.10. - 31.12.2002

 

Vernissage: am Dienstag, dem 08. Oktober 2002, um17:00 Uhr
bei Eco Plus in Wien 1, Lugeck 1, 6. Stock


Die EcoArt-Galerie öffnet wieder ihre Pforten: Anton Koczur, Vizepräsident des Eco Plus-Aufsichtsrates eröffnet die 14. Ausstellung am 8 Oktober 2002. Judith P. Fischer hat sie gestaltet.

Eco Plus hat vor fünf Jahren die Initiative EcoArt gestartet: Dabei haben niederösterreichische KünstlerInnen die Möglichkeit, ihre Werke in den Büroräumlichkeiten von Eco Plus zu präsentieren. Die regionale Entwicklungsagentur möchte damit den hohen Stellenwert, den Kunst und Kultur in der Arbeit hat, signalisieren. Das Zusammenspiel von Kunst, Kultur und Wirtschaft kommt auch in der Präsentation der Werke zum Ausdruck: Die Ausstellung findet nicht in einer Galerie oder einem Museum statt, sondern in den Büroräumlichkeiten. Eco Plus lädt ihre Geschäftspartner aus Wirtschaft, Regionalpolitik, Verwaltung zur Ausstellungseröffnung als auch während des Büroalltags ein, die Werke kennen zu lernen.

Eco Plus hat Anfang letzten Jahres eine Fachjury ins Leben gerufen. Die Jury nimmt die Auswahl der KünstlerInnen vor. Den Vorsitz hat Sebastian Weissenbacher, Präsident der IG Bildende Kunst und Maler aus Niederösterreich, übernommen. Mit der Jury soll auch sichergestellt werden, dass die Intentionen von EcoArt weiterhin im Vordergrund stehen und dass ein hoher Qualitätsanspruch an die ausgestellten Werke gewährleistet wird.

Seit letztem Jahr gibt es auch ein "Ausstellungsfenster" im Eco Plus-Büro St. Pölten, Landhausboulevard Haus 5. Dort wird ein Ausschnitt der Ausstellung gezeigt.

"Wir wollen mit EcoArt zeigen, dass Kunst und Kultur keinen Gegensatz zu den Aufgaben der Eco Plus darstellen, sondern vielmehr eine wesentlich Ergänzung. Sowohl Mitarbeiter als auch Geschäftspartner und Kunden schätzen die Büro-Galerie und wollen sie nicht mehr missen", betont Anton Koczur.

Judith P. Fischer rückt das Thema der Transition von Natur/Kunst und Leben/Vergehen und den oft subtilen Übergang von einem Zustand in den anderen in den Mittelpunkt ihrer künstlerischen Arbeit. Ausgangspunkt ihrer Objekte sind Naturformen und/oder naturähnliche Strukturen und Gebilde. In ihren Fotoarbeiten greift die Künstlerin die in den Objekten bereits ausformulierten Ideen auf und entwickelt sie im Medium der Fotografie weiter. Der Übergang vom Naturobjekt zum Kunstobjekt wird in der Abfolge der C-Prints stufenweise sichtbar, der Umwandlungsprozess erfolgt in 12, 24 oder 36 Bildern.

Die Ausstellung der ECO ART zeigt u.a. die seriellen Bildfolgen EVOLA.MORPHING und LEMON.JUICE, in denen Prinzipien des Veränderbaren und der Prozeßhaftigkeit im Vordergrund stehen.

In allen Objekten Judith P. Fischers ist die Assoziation zu organischen Formen (Pflanzen, Körperteile) sinnlich präsent, das verwendete Material (Latex, gefüllt) und die Farbigkeit verweisen auf körperhafte Bezüge. Auch die Zeichnungen (Farbstift, 1999-2000) ihrer Serie JARDIN EROTIQUE nehmen Bezug auf die – manchmal surreal anmutende – Vielschichtigkeit und Doppeldeutigkeit der Natur/Kunstform. Phantasie, die Gratwanderung zwischen Traum und Albtraum bestimmen die Fotoserie CAUCHEMAR, in denen die Elemente der plastischen Elastozoidenreliefs das menschliche Gesicht ganz vereinnahmen.

Seit 2001 entstehen als konsequente Weiterentwicklung der plastischen Ideen Judith P. Fischers auch Fotoarbeiten, die den menschlichen Körper ins Zentrum rücken und Körperformen als Ausdrucks- und Gestaltmittel einsetzen. In diesen BODYSCAPES verwendet Judith P. Fischer Fotografien von nackten Körperteilen, die sie weiter bearbeitet, fragmentiert und neu zusammenbaut. Soweit verfremdet entsteht ein abstraktes, objekthaftes Gebilde, das sowohl die Sinnlichkeit des nackten menschlichen Körpers, als auch die Plastizität eines artifiziellen Kunstobjekts beinhaltet.

Judith P. Fischer

1963 in Linz geboren
1983 - 1990 Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien
1983 - 1991 Hochschule für angewandte Kunst in Wien
1990 Diplom für Stimmbildung und Diplom für Lied und Oratorium
1991 Diplom für Bildhauerei (Mag. art.)
Steinskulptur Smoke für eine Wohnhausanlage in Hainburg
1994 Diffusion Nuber One für das Austria Tabak Forschungszentrum Wien
1996 Skull für den Flughafen Wien/Schwechat
1997 Traklförderpreis des Landes Salzburg, Joseph Haydn-Denkmal/Hainburg
1998 Pfann-Ohnmann-Preis für interdisziplinäre Kunst im öffentlichen Raum
1998/99 Paris - Stipendium des Bundeskanzleramts / Kunstsektion
2000 Geburt des Sohnes Oskar
  Anerkennungspreis f. bildende Kunst des Landes Niederösterreich
Lebt und arbeitet in Wien und Enzersdorf (NÖ)

 

Ausstellungen (die letzten 5 Jahre, Auswahl):
   

2002

"Bodyscapes", Eco Plus, Wien (P)
"Künstlerhaus Salon 2002", k/haus, Wien
2001 "Sex Sells", Galerie Wohlleb, Wien
"Transgression", k/haus, Wien
"Soho in Ottakring", Wien
"Preisträgerausstellung", NÖ Dokumentationszentrum, St. Pölten
2000 "Miniaturen", EXPO Hannover
"Kunst in der Landschaft", Gut Gasteil / Prigglitz, NÖ
"INCONTRO", Le Credac, Ivry-sur-Seine / Paris (P)
"natura morta-still life", NÖ Dokumentationszentrum, St. Pölten
"grenzgänger", k/haus, Wien
1999 Kunstforum Montafon, Bludenz
"1 von 9", Galerie Museum auf Abruf, Wien
"art traffic", Wien
"Summersoft", Galerie OÖ Kunstverein, Linz (P)
NÖ Dokumentationszentrum, St. Pölten (mit H. Payerhuber und B. Lang) (P)
"Chrysanthémes", Cité Internationale des Arts, Paris
1998 "Austrian Spotlight", Centre Albert Borschette, Brüssel
NÖ Landesstudio, St. Pölten
"Im Zeichen des Stiers", Hypo Galerie, Salzburg
TPA Galerie, Wien (mit H. Pichler) (P)
"Ne(s)twork", k/haus, Wien (P)
Galerie Station 3, Wien (gemeinsam mit M. Haberl) (P)
"Pfann Ohnmann Preisträgerausstellung", k/haus, Wien
1997 ART MULTIPLE, Düsseldorf
"The morfants", Galerie Haslinger, Wien (P)
"Sinnlicher Sommer", k/haus, Wien
"das Evolaprojekt", Galerie im Traklhaus, Wien (P)