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Die EcoArt-Galerie öffnet wieder ihre Pforten: Anton Koczur,
Vizepräsident des Eco Plus-Aufsichtsrates eröffnet die
14. Ausstellung am 8 Oktober 2002. Judith P. Fischer hat sie gestaltet.
Eco Plus hat vor fünf Jahren die Initiative EcoArt gestartet:
Dabei haben niederösterreichische KünstlerInnen die Möglichkeit,
ihre Werke in den Büroräumlichkeiten von Eco Plus zu präsentieren.
Die regionale Entwicklungsagentur möchte damit den hohen Stellenwert,
den Kunst und Kultur in der Arbeit hat, signalisieren. Das Zusammenspiel
von Kunst, Kultur und Wirtschaft kommt auch in der Präsentation
der Werke zum Ausdruck: Die Ausstellung findet nicht in einer Galerie
oder einem Museum statt, sondern in den Büroräumlichkeiten.
Eco Plus lädt ihre Geschäftspartner aus Wirtschaft, Regionalpolitik,
Verwaltung zur Ausstellungseröffnung als auch während
des Büroalltags ein, die Werke kennen zu lernen.
Eco Plus hat Anfang letzten Jahres eine Fachjury ins Leben gerufen.
Die Jury nimmt die Auswahl der KünstlerInnen vor. Den Vorsitz
hat Sebastian Weissenbacher, Präsident der IG Bildende Kunst
und Maler aus Niederösterreich, übernommen. Mit der Jury
soll auch sichergestellt werden, dass die Intentionen von EcoArt
weiterhin im Vordergrund stehen und dass ein hoher Qualitätsanspruch
an die ausgestellten Werke gewährleistet wird.
Seit letztem Jahr gibt es auch ein "Ausstellungsfenster"
im Eco Plus-Büro St. Pölten, Landhausboulevard Haus 5.
Dort wird ein Ausschnitt der Ausstellung gezeigt.
"Wir wollen mit EcoArt zeigen, dass Kunst und Kultur keinen
Gegensatz zu den Aufgaben der Eco Plus darstellen, sondern vielmehr
eine wesentlich Ergänzung. Sowohl Mitarbeiter als auch Geschäftspartner
und Kunden schätzen die Büro-Galerie und wollen sie nicht
mehr missen", betont Anton Koczur.
Judith P. Fischer rückt das Thema der Transition von Natur/Kunst
und Leben/Vergehen und den oft subtilen Übergang von einem
Zustand in den anderen in den Mittelpunkt ihrer künstlerischen
Arbeit. Ausgangspunkt ihrer Objekte sind Naturformen und/oder naturähnliche
Strukturen und Gebilde. In ihren Fotoarbeiten greift die Künstlerin
die in den Objekten bereits ausformulierten Ideen auf und entwickelt
sie im Medium der Fotografie weiter. Der Übergang vom Naturobjekt
zum Kunstobjekt wird in der Abfolge der C-Prints stufenweise sichtbar,
der Umwandlungsprozess erfolgt in 12, 24 oder 36 Bildern.
Die Ausstellung der ECO ART zeigt u.a. die seriellen Bildfolgen
EVOLA.MORPHING und LEMON.JUICE, in denen Prinzipien des
Veränderbaren und der Prozeßhaftigkeit im Vordergrund
stehen.
In allen Objekten Judith P. Fischers ist die Assoziation zu organischen
Formen (Pflanzen, Körperteile) sinnlich präsent, das verwendete
Material (Latex, gefüllt) und die Farbigkeit verweisen auf
körperhafte Bezüge. Auch die Zeichnungen (Farbstift, 1999-2000)
ihrer Serie JARDIN EROTIQUE nehmen Bezug auf die manchmal
surreal anmutende Vielschichtigkeit und Doppeldeutigkeit
der Natur/Kunstform. Phantasie, die Gratwanderung zwischen Traum
und Albtraum bestimmen die Fotoserie CAUCHEMAR, in denen
die Elemente der plastischen Elastozoidenreliefs das menschliche
Gesicht ganz vereinnahmen.
Seit 2001 entstehen als konsequente Weiterentwicklung der plastischen
Ideen Judith P. Fischers auch Fotoarbeiten, die den menschlichen
Körper ins Zentrum rücken und Körperformen als Ausdrucks-
und Gestaltmittel einsetzen. In diesen BODYSCAPES verwendet
Judith P. Fischer Fotografien von nackten Körperteilen, die
sie weiter bearbeitet, fragmentiert und neu zusammenbaut. Soweit
verfremdet entsteht ein abstraktes, objekthaftes Gebilde, das sowohl
die Sinnlichkeit des nackten menschlichen Körpers, als auch
die Plastizität eines artifiziellen Kunstobjekts beinhaltet.
Judith P. Fischer
| 1963 |
in Linz geboren |
| 1983 - 1990 |
Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien |
| 1983 - 1991 |
Hochschule für angewandte Kunst in Wien |
| 1990 |
Diplom für Stimmbildung und Diplom für Lied und
Oratorium |
| 1991 |
Diplom für Bildhauerei (Mag. art.)
Steinskulptur Smoke für eine Wohnhausanlage in Hainburg |
| 1994 |
Diffusion Nuber One für das Austria Tabak Forschungszentrum
Wien |
| 1996 |
Skull für den Flughafen Wien/Schwechat |
| 1997 |
Traklförderpreis des Landes Salzburg, Joseph Haydn-Denkmal/Hainburg |
| 1998 |
Pfann-Ohnmann-Preis für interdisziplinäre Kunst
im öffentlichen Raum |
| 1998/99 |
Paris - Stipendium des Bundeskanzleramts / Kunstsektion |
| 2000 |
Geburt des Sohnes Oskar |
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Anerkennungspreis f. bildende Kunst des Landes Niederösterreich
Lebt und arbeitet in Wien und Enzersdorf (NÖ) |
| Ausstellungen (die letzten 5 Jahre, Auswahl): |
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2002
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"Bodyscapes", Eco Plus, Wien (P)
"Künstlerhaus Salon 2002", k/haus, Wien |
| 2001 |
"Sex Sells", Galerie Wohlleb, Wien
"Transgression", k/haus, Wien
"Soho in Ottakring", Wien
"Preisträgerausstellung", NÖ Dokumentationszentrum,
St. Pölten
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| 2000 |
"Miniaturen", EXPO Hannover
"Kunst in der Landschaft", Gut Gasteil / Prigglitz,
NÖ
"INCONTRO", Le Credac, Ivry-sur-Seine / Paris (P)
"natura morta-still life", NÖ Dokumentationszentrum,
St. Pölten
"grenzgänger", k/haus, Wien
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| 1999 |
Kunstforum Montafon, Bludenz
"1 von 9", Galerie Museum auf Abruf, Wien
"art traffic", Wien
"Summersoft", Galerie OÖ Kunstverein, Linz (P)
NÖ Dokumentationszentrum, St. Pölten (mit H. Payerhuber
und B. Lang) (P)
"Chrysanthémes", Cité Internationale
des Arts, Paris
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| 1998 |
"Austrian Spotlight", Centre Albert Borschette,
Brüssel
NÖ Landesstudio, St. Pölten
"Im Zeichen des Stiers", Hypo Galerie, Salzburg
TPA Galerie, Wien (mit H. Pichler) (P)
"Ne(s)twork", k/haus, Wien (P)
Galerie Station 3, Wien (gemeinsam mit M. Haberl) (P)
"Pfann Ohnmann Preisträgerausstellung", k/haus,
Wien
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| 1997 |
ART MULTIPLE, Düsseldorf
"The morfants", Galerie Haslinger, Wien (P)
"Sinnlicher Sommer", k/haus, Wien
"das Evolaprojekt", Galerie im Traklhaus, Wien (P)
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