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Petra Sterry

"Mortus Vivendi"

GALERIE CURTZE
 06.11.2004 - 15.01.2005

 

Vernissage: am Freitag, dem 5. November 2004, um 18:00 Uhr


Petra Sterry - Mortus Vivendi

Was als Wortspiel auftaucht - ist es ein modus vivendi, oder morbus vivendi? Mortus vivendi ist auch der Titel eines überlebensgroßen, sargähnlichen Objektes aus Weide, das in der Ausstellung zu sehen ist.

Die Form verweist auf den transparenten Charakter des Objektes. Die klare Anordnung der Weiden ermöglicht den Blick auf das leere Innere und unterstreicht den lapidaren Charakter dieser Arbeit.

Petra Sterry, geboren 1967 in Graz, arbeitet mit unterschiedlichen Medien und überzeugt in einer ganz eigenen Formensprache. Die Bleistift-Zeichnungen lassen Bezüge zu Psychologie und Literatur herstellen und sind formal reduziert. Petra Sterry beschränkt sich in der Darstellung der Gegenstände auf den Kontrast zwischen glänzendem Graphit und der weißen Fläche des Blattes. Die Leerräume bilden auch einen wesentlichen Bestandteil von Corpse Clothes, Leichenkleider. Sie sind mit einem Cutter in weißes Papier geritzt und zeigen bloße Konturen von Kleidungsstücken.

Dem gegenüber stehen farbige Acrylbilder auf Leinwand, die ebenfalls Umrisse von Bekleidung zeigen. Petra Sterry bedient sich des Körpers, aber sie wählt Formen der Hermetik, wie auch der 2003 in Zusammenarbeit mit Guido Hoffmann entstandene Film Ich, Soldat schildert.

Ich, Soldat zeigt die Auseinandersetzung eines Soldaten mit einem Mädchen. Bedingungen der menschlichen Existenz, wie Angst, Gewalt, Tod oder Isolation sind Grundthemen der in der Ausstellung gezeigten Arbeit.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog in d/e.