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TOMAK+ZUREK

4Quartett - Bilder im Tourette-Florett-Syndrom
zu Heiner Müllers Theaterstück "Quartett"

GALERIE CURTZE
 12.08. - 31.08.2007

Vernissage: am Samstag, den 11. August 2007, 12.00 Uhr, 1. Stock


GALERIE HEIKE CURTZE IN SALZBURG
29.7.-31.8.2007, täglich von 11-18 Uhr
A - 5020 Salzburg, Wiener - Philharmoniker - Gasse 2
Mobil: +43 664 11 26 026
Telefon: +43 662 843 193
Fax: +43 662 843 104

Unwillkürlich, einschießend und mitunter sehr heftig laden TOMAK+ZUREK zu einer weiteren Werkreihe auf Basis eines Heiner Müller Textes. Unter dem gleichnamigen Titel begleiten sie die Neuinszenierung von Müllers „Quartett“ bei den Salzburger Festspielen in der Regie von Barbara Frey mit einer Ausstellung und Aufsehen erregenden Eröffnung.

TOMAK+ZUREK, die seit 1999 unter Einbeziehung unterschiedlicher Kunstrichtungen gemeinsame Projekte realisieren, widmen sich nach der Hamletmaschine (MAK-Gefechtsturm 2004), Der Auftrag (Kunsthalle Wien 2004), Ajax zum Beispiel zum Beispiel (Galerie Heike Curtze Berlin 2007) somit einmal mehr einer litarischen Vorlage von Heiner Müller.

Heiner Müllers "Quartett" erzählt von Macht, Liebe und Gewalt, von seelischer Leere und einem überdrüssigen Lebensgefühl, in dem sich die Figuren verfangen haben. Merteuil und Valmont sind Vertreter einer Gesellschaft, in der der Mensch auf der Suche nach seinem Glück zwischen Triebhaftigkeit und Ohnmacht hin- und hergerissen ist.

Auf der Galerie im ersten Stock zeigen TOMAK+ZUREK grafische Blätter, die zu Spielkarten in einem erotischen Quartett werden. Drei Bilder zu je acht Zeichnungen mit den Titeln „Florett Quartett“, „Tourette Quartett“ und „Opel Quartett“ bilden den 24-teiligen Zyklus „QUARTETT“. Ausgestellt weden auch drei größere Gedichtbilder „Rex des viandes“, „Zombie vert de la rose“ und „Requin role“. Die Titel verraten die Zuhilfenahme eines Komplex vokaler Tics, mit dem das Künstlerduo zwischen Popkultur und der Welt der Comics auf humorvoll karikierende Weise arbeitet.

Ergänzend zur Ausstellung wird die Videoinstallation „Tourette-Florett-Syndrom“ gezeigt. Die Kunst des Fechtens und der Liebe arbeiten die Künstler ebenfalls mit einem weiteren Medium auf: Stets für einen Bonmot gut, eröffnen TOMAK+ZUREK das Ausstellungsspektakel mit dem Puppenspiel „PUPPEN POPPEN BARONESSEN“. In diesem Mix aus der Theaterfassung von Heiner Müller und der gleichnamigen Verfilmung des Briefromans "Gefährliche Liebschaften" von Pierre Choderlos de Laclos, schlüpfen TOMAK+ZUREK in alle Rollen. Angefertigt werden die Handpuppen von Claudia Weissenbrunner.

TOMAK+ZUREK, geboren 1970 in St. Veit/Gölsen und 1971 in Wien, absolvierten in den Jahren 1995 bis 2000 die Meisterklasse Christian Ludwig Attersee an der Universität für angewandte Kunst in Wien.