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Les tardes Goldscheider

DER GROSSE GRABEN

GALERIE CURTZE
 ab 8. Mai 2007

Vernissage: am Dienstag, den 8. Mai 2007, um 18:00 Uhr
Der Künstler ist anwesend.


„Was ich schildern will, ist die Zerrissenheit, die man spürt, wenn man mit einem Bein schon im Grab ist und das andere noch darum kämpft weiterzugehen.“
(Zitat les tardes goldscheider)

Mit der Wahl seines Pseudonyms gibt der Künstler einen Hinweis auf den Kampf mit der Zeit. Er, der sich fühlt, als sei er „immer zu spät gekommen – zu spät zum Leben, zu spät zum Sterben...“ verarbeitet in seinem Werk Erfahrungen einer gesellschaftlichen Randexistenz. Auf der Suche nach einer Befreiung von Norm und Zwängen der Gesellschaft verfiel er in seiner Jugend der Drogensucht und lebte acht Jahre lang am Wiener Karlsplatz. Die Drogen brachten ihm aber nicht nur Befreiung und Extase, sondern bedeuteten auch Begegnung mit Krankheit und Tod. Nach mehreren Entziehungskuren und Therapien, die Goldscheider immer wieder abgebrochen hat, hat ihn der Tod seiner an einer Überdosis gestorbenen Freundin, die ebenfalls Künstlerin war, motiviert, seinen selbstzerstörerischen Weg zu verlassen und sich der Kunst zuzuwenden.

In seine künstlerischen Arbeit fließen die Erfahrungen der Drogensucht ein – weit davon entfernt, diese zu zelebrieren – und mischen sich mit einer kritischen Auseinandersetzung mit der bürgerlichen Gesellschaft und spirituellen Erkenntnissen, die er durch die Beschäftigung mit dem Schamanismus gewonnen hat. Les tardes ist ein Autodidakt, der allein aus der Erfahrung schöpft.

Die Galerie Heike Curtze präsentiert erstmals les tardes goldscheider mit der Ausstellung „Der große Graben“. Als Schwerpunkt werden neben Videoarbeit, Audioinstallation und Auszügen aus Tagebüchern Ölbilder gezeigt.