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Denise Green

"Weh dem, der Symbole sieht!"
Eine Auswahl aus der Retrospektive des Museums Kurhaus Kleve (2006)

GALERIE CURTZE
 10.03. - 14.04.2007

 


Vom 10. März bis zum 14. April 2007 zeigt die Galerie Heike Curtze Wien – Berlin eine Auswahl an Werken Denise Greens aus der Retrospektive des Museums Kurhaus Kleve (2006).

Die 1946 in Melbourne (Australien) geborene Künstlerin kam mit 17 Jahren nach Paris, mit 21 studierte sie in den USA bei bedeutenden Größen der Kunstszene Amerikas wie Mark Rothko und Robert Motherwell.

Die Auseinandersetzung Denise Greens mit der Kunst der Ureinwohner Australiens, dem Kathakali Theater Südindiens oder Werken von Joseph Beuys, dem sie sich künstlerisch verwandt fühlt, üben großen Einfluss auf ihre Arbeit aus.

Greens Bilder berühren die Seele des Betrachters in einer Weise, die ihn auffordert, sich in die expressiven Zeichen und Formen, die eine Dreidimensionalität andeuten, hineinzubegeben und in die Atmosphäre der Farben einzutauchen.

Dabei spielt eine östliche Art des Denkens eine große Rolle. Entgegen dem in der westlichen Tradition vorherrschenden Dualismus von Geist und Materie zielen Greens Arbeiten darauf ab, äußere und innere Aspekte als Einheit, als Ganzheit zu sehen und erleben.

Dabei setzt sie sich mit Themen wie Vergänglichkeit und Erinnerung, beispielsweise anhand der Zerstörung der Dresdner Frauenkirche oder des Anschlags auf das World Trade Center New York, auseinander.

Die Bildgegenstände dürfen nicht als einfache Symbole oder Allegorien ausgedeutet werden. Sie können auch Träger wechselnder Bedeutung sein, die sich aus einem größeren Zusammenhang der Gesamtstimmung eines Bildes ergibt. Die Vielfalt an Bildwelten und deren Deutungen gibt sowohl Künstlern wie Kritikern immer wieder Rätsel auf, die aber eine genauere Auseinandersetzung überaus wert sind.

Dr. Claus Dieter Heinze, ehem. Geschäftsführer der Stiftung Frauenkirche, formuliert dies wie folgt:

„Sie zwingt uns, unsere eigene Sicht auf die Dinge zu überprüfen, wieder Details wahrzunehmen, nicht nur zu betrachten, sondern auch erneut SEHEN zu lernen.“