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Giuseppe Zevola

„O Teurer, dir sag ich die Wahrheit.
Dädalus Geist und des Walds ist deiner.“

Retrospektive 1977-2007

GALERIE CURTZE
 14.02. - 10.03.2007

Vernissage: am Dienstag, den 13. Februar 2007, um 18:00 Uhr


Giuseppe Zevola, geboren 1952 in Neapel, ist Maler, Philosoph, Poet, ausgebildeter Jurist und Paläograph. Er unterrichtete in Rom und Catania Malerei, in Neapel Wahrnehmung und visuelle Kommunikation. 1998 kaufte er das Segelschiff „Halloween“, Teil seines „Lebenswerkes“, wenn er sein Projekt auch nicht ganz umsetzen konnte. 2004 gründete er den Verlag „Position Plotting Book“. Im Rahmen dieses Projekts gestaltete Zevola Vorträge und Performances in Kyoto, Vilnius, Berlin, Budapest, Paris, Neapel, Rom und New York. 2005 assistierte Zevola Hermann Nitsch als „Erster Rat“ in der 122. Aktion am Burgtheater. Auf diese Weise wurde eine mehr als 30 Jahre währende intellektuelle und künstlerische Freundschaft gefeiert.

Giuseppe Zevola ist Humanist durch und durch. Seine Lebensphilosophie und sein künstlerisches Schaffen kreisen um zentrale Ideen des menschlichen Daseins und verbinden und verarbeiten Philosophie, Kunst, Literatur und Wissenschaft, wie auch der Titel dieser Ausstellung zeigt, in der Zevola nicht nur ein Zitat von Hölderlin einbringt, sondern darin auch die Figur des Daedalus und damit den Verweis auf dessen Flug zwischen Wasser und sengender Sonne. Diese literatrische Referenzialität ist bestimmend für Zevolas Werk. Giordano Bruno ist im Werk Zevolas als zentrale Figur ebenfalls nicht wegzudenken. Gleichermaßen hat auch die intellektuelle Gemeinschaft mit Hermann Nitsch, Peter Kubelka, Antonio Gargano, Jonas Mekas und Bernard Heidsieck sein Leben und Forschen beeinflusst.

Jonas Mekas beschrieb Zevola 2006 folgendermaßen: „I have met very few people – maybe none – of such heart power and enthusiasm for all that is human and beautiful.“ Hermann Nitsch beschreibt das Werk seines Freundes und Kollegen so: „Wir glauben an unseren Freund. Wir wissen um seine Verpflichtung, weiterhin rückhaltlos mit vollen Händen ins Leben zu greifen um pures, glänzendes, blankes Gold zu Tage zu bringen.“

In der Ausstellung werden Zeichnungen, Collagen auf Papier, Fotocollagen und Objekte gezeigt.