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Dominique Evrard

La photographie, mutation poétique de la réalité


 GALERIE CURTZE
 25.10. - 18.11.2006

 

Eröffnung: am Dienstag, den 24. Oktober 2006, um 18.00 Uhr
Der Künstler ist anwesend!



“Die Fotografie verändert durch die Vermittlung der Technik, die Realität in eine andere, noch nicht vorhandene Realität aus Fotopapier und Gelatine. Die fotografische Realität wird zu einem neuen fotografischen Objekt, das wiederum zum Realen gehört.Gleichzeitig wird die Fotografie mit ihrem emotiven und formellen Gehalt, ihrer plastischen Umsetzung aus Schatten und Licht sowie in ihrer Kapazität, das Reale in den Bereich der Vorstellung zu führen, zu einer poetischen Veränderung der Realität.”
(aus dem Französischen nach Dominique Evrard, Dezember 2005)

Dominique Evrard zeigt in seinen Schwarz-Weiß-Fotos Eindrücke, die er während seiner ausgedehnten Reisen sammelt. Anders als ein klassischer Reisefotograf konzentriert er sich auf stille, unbeachtete Momente. So erscheint ein architektonisches Motiv als eine Komposition von Licht und Schatten und ähnelt abstrakter Malerei.
Die Welt ist sein Atelier. In ihm wartet er an verlassenen, vergessenen Orten darauf, dass das Licht die Spuren sichtbar macht, die der Mensch dort hinterlassen hat. Dominique Evrard bringt sie ans Licht zurück und findet sich selbst darin wieder. Seine fragmentarischen Aufnahmen von Landschaften entziehen sich ihren Ursprüngen, um so die Erinnerungen des Betrachters anzuregen. Er bietet Konstruktionen, deren Beleuchtung Zeit und Dauer inszenieren.

Dominique Evrard, geboren 1950 in Lille, hat zwischen 1970 und 1980 verschiedene Filme produziert. Ethnographische Filme führten ihn schließlich zu seiner eigenen fotografischen Arbeitstechnik. Seit 1988 ist er Mitglied der Vereinigung "La Vie des Formes", eines internationalen Workshops für experimentelle Gestaltung, zu dem Künstler aller Sparten eingeladen werden.