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Günter Brus

"Das Bleiben im Rahmen des Unmöglichen"


 GALERIE CURTZE
 23.05. - Ende Juli 2006

 

Eröffnung: am Montag, dem 22. Mai 2006, um 17.00 Uhr
Zur Ausstellung erscheint ein gleichnamiger Katalog.



„Allzu viele Eindrücke habe ich im Kopf und nur die wenigsten konnte ich festhalten. Manchmal kommt mir die Sprache zu Hilfe und sehr gelungene Bild-Dichtungen halfen mir aus meiner Einsamkeit.“

Günter Brus

Als Reaktion auf die große Schau des Wiener Aktionismus stellt die Ausstellung das gegenwärtige Schaffen des Künstlers in den Mittelpunkt. Erstmals werden auch eine Gruppe großformatiger Arbeiten auf Leinwand gezeigt, die durch eine Folge von Papierarbeiten, Einzelblättern und Bild-Dichtungen von außerordentlicher Stringenz und Qualität ergänzt werden.

Aus einem nicht genau definierten, doch räumlich wirkenden Hintergrund erheben sich figurale Fragmente und Objekte, die sich in ihrer Farbigkeit und Stärke zur Oberfläche hin verdichten. Oftmals wirken die Figuren verstört und rastlos, dann wieder scheinen sie friedlich und humorvoll. Intensive Gefühlswelten offenbaren sich dem Betrachter, bei dem die Entscheidung liegt, ob er sie entdecken möchte.

Der in Graz lebende Günter Brus gilt als Mitbegründer des Wiener Aktionismus und erregte in den 60er und 70er Jahren vor allem durch seine Aktionen, die sich durch hohen Einsatz des Körpers auszeichneten, Aufsehen. Wurde sein Werk in den frühen Jahren auch oft nicht gewürdigt, so gilt Günter Brus heute international als einer der wichtigsten Künstler Österreichs.